Forschungsprojekt »Beyond COVID-19«

Ambulante Nachsorgeuntersuchungen nach überstandener COVID-19-Infektion

Während man über die akute Infektion mit SARS-CoV-2 bereits viel weiß, sind die langfristigen gesundheitlichen Folgen nach einer überstandenen Infektion (Long-COVID) noch weitestgehend unverstanden. Long-COVID beschreibt einen Systemkomplex, der die Betroffenen in vielfältiger Art und Weise körperlich (z. B. durch Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Konzentrationsstörungen, Riech- oder Geschmacksverlust, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme oder neurologische Störungen) und hinsichtlich der Stimmungslage einschränken kann.

In der Post-COVID-Ambulanz der Uniklinik Köln ermöglichen wir die Weiterbetreuung von Menschen mit Long-COVID. Hierzu steht eine auf diese Erkrankung spezialisierte Hochschulambulanz mit entsprechender klinischer und wissenschaftlicher Expertise zur Verfügung.
Wir sind als ein Studienstandort an dem durch die NRW-Landesregierung geförderten Verbundprojekts Beyond COVID-19 beteiligt. Primäres Ziel des Projektes Beyond COVID-19 ist es, Long-COVID besser zu verstehen und in den nächsten Jahren systematisch zu untersuchen, wieso es zu unterschiedlichen Krankheitsverläufen bei COVID-19 kommt. Untersucht werden nicht nur dessen medizinische, sondern auch die psychosozialen Ursachen und Auswirkungen der Langzeitfolgen von COVID-19. Die Uniklinik-Standorte Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster beteiligen sich an der interdisziplinären Erforschung des Long-COVID-Syndroms. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das Verbundprojekt Beyond COVID-19 an den beteiligten Standorten mit insgesamt rund 4,6 Millionen Euro. Die Forschungsergebnisse sollen zur Bewältigung der Langzeitfolgen der aktuellen Pandemie beitragen und zusätzlich der Vorbereitung auf mögliche zukünftige Pandemien dienen.

Studienkoordination in Köln

Prof. Dr. Clara Lehmann
Dr. Max Augustin, Dr. Dr. Philipp Schommers, Priv.-Doz. Dr. Isabelle Suárez, Dr. Vanessa Brandes, Dr. Daniel Bettin, Dr. Jakob Malin, Elisabeth Pracht
Studienzentrum I für Infektiologie
Infektiologische Ambulanz, Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln

In Kooperation mit

Prof. Dr. Holger Pfaff
Direktor des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft

Das IMVR ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln.
 

Studienablauf

Im Rahmen der Studie soll die Gesundheit von Personen, die seit mindestens drei Monaten eine SARS-CoV-2-Infektion überstanden haben, in regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von drei Jahren ganzheitlich untersucht werden.

Das erwartet Sie:

  • Regelmäßige Arztgespräche
  • Gezielte Befragungen zum Verlauf Ihrer Erkrankung
  • Untersuchungen verschiedener Organsysteme (Ultraschall des Bauchraumes, des Herzens, Lungenfunktionsuntersuchung, neurologische Untersuchung, Geruchs- und Geschmackstestung, Speichel- und Urinproben sowie Blutentnahmen)

Dadurch möchten wir körperliche oder seelische Beschwerden möglichst frühzeitig erfassen, um Ihnen eine geeignete Behandlung anbieten zu können.
 

Kriterien zur Teilnahme

  • Hauptwohnsitz in NRW im Einzugsgebiet der Städte Köln, Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen oder Münster
  • 18 bis 75 Jahre alt
  • Nachweis einer überstandenen SARS-CoV-2 Infektion (PCR-Test)
  • Infektion im Zeitraum ab 01.03.2021
  • Infektionszeitpunkt liegt mindestens 3 Monate zurück (Stichtag: stationäres Aufnahmedatum/ Datum des 1. positiven PCR-Tests)
  • Teilnahme erst möglich, nachdem das Gesundheitsamt mit Ihnen Kontakt aufgenommen hat
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