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2024-06-12 Nuklearmedizin

Dr. Voltin mit Heinz-Hundeshagen-Preis ausgezeichnet

Forschung zu Risikofaktoren vor CAR-T-Zell-Therapie bei Lymphomen

Prof. Dr. Dr. h. c. Vahé Barsegian und Prof. Dr. Michael Kreißl, Dr. Conrad-Amadeus Voltin und Dr. Frank Straube, Foto: Annika Kral

Dr. Conrad-Amadeus Voltin, Assistenzarzt in der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln, hat den mit 2.500 Euro dotierten Heinz-Hundeshagen-Preis erhalten. Durch diese Auszeichnung würdigt die Gesellschaft für Nuklearmedizin Mitteldeutschlands e.V. jährlich eine herausragende Studie, welche relevante Erkenntnisse zu Diagnostik oder Therapie liefert. Die Preisverleihung erfolgte Ende Mai anlässlich der 32. Jahrestagung in Magdeburg, welche gemeinsam mit der Norddeutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. ausgerichtet worden ist.

Aus der im European Journal of Nuclear Medine and Molecular Imaging erschienenen Studie unter dem Titel „Multicenter development of a PET-based risk assessment tool for product-specific outcome prediction in large B-cell lymphoma patients undergoing CAR T-cell therapy” resultierte, dass bei rezidivierten beziehungsweise refraktären großzelligen B-Zell-Lymphomen durch ein PET-basiertes Staging vor CAR-T-Zell-Therapie präzise ungünstige Tumoreigenschaften erfassbar sind. Zur Identifikation von Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für inadäquates Ansprechen wurde ein Risiko-Score entwickelt. Im Rahmen der Analyse ergab sich ein neben extranodalem („außerhalb eines Lymphknotens“) Befall den Bildgebungsparameter metabolisches Tumorvolumen einschließendes Modell als besonders aussagekräftig. Unter Nutzung dieser Klassifikation konnten in der Kohorte das progressionsfreie und Gesamtüberleben vorhergesagt werden. Durch die Quantifikation der individuellen Lymphomlast war zudem ein deutlicher Wirksamkeitsunterschied beider untersuchter CAR-T-Zell-Produkte festzustellen. Basierend auf den von vier deutschen Universitätsklinika sowie einem italienischen Zentrum generierten Daten ließ sich somit schlussfolgern, dass durch die genannten, anhand der PET-Diagnostik feststellbaren Merkmale, Behandelte, welche eine gezielte Überbrückungstherapie vor CAR-T-Zell-Gabe benötigen, auszumachen sind. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, ihren langfristigen Krankheitsverlauf zu begünstigen.

Originalpublikation:

Voltin CA, Paccagnella A, Winkelmann M, Heger JM, Casadei B, Beckmann L, et al. Multicenter development of a PET-based risk assessment tool for product-specific outcome prediction in large B-cell lymphoma patients undergoing CAR T-cell therapy. Eur J Nucl Med Mol Imaging. 2024;51(5):1361–1370. https://doi.org/10.1007/s00259-023-06554-0.