05/05/2022
Tag der Hebammen

Akademisierung bringt Fortschritt

Bewerbungen für neuen Studiengang noch bis 15. Mai möglich

Prof. Dr. Nicola Bauer, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Nicola Bauer, Foto: Michael Wodak

Hebammen tragen viel Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Müttern und ihren Kindern. In Deutschland ist 2020 die Akademisierung dieses Gesundheitsberufes bundesweit beschlossen worden. Am 5. Mai wird der Internationale Tag der Hebammen unter dem Motto „100 Jahre Fortschritt“ gefeiert – eine Gelegenheit auf den Bachelor-Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft hinzuweisen. Bewerbungen für das Wintersemester 2022/23 sind noch bis 15. Mai 2022 möglich.

„In Deutschland hat sich in den vergangenen 100 Jahren der Beruf der Hebamme Schritt für Schritt professionalisiert. Der Hebammenberuf ist hochkomplex und umfasst eine verantwortungsvolle Tätigkeit bei physiologischen Verläufen sowie bei der Betreuung der Familienplanung bis zum ersten Geburtstag des Kindes. Die Akademisierung dieses Gesundheitsberufes ist da ein wichtiger Schritt in Richtung Fortschritt“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Nicola Bauer. Die 59-Jährige hat Anfang April 2022 die neu eingerichtete Professur für Hebammenwissenschaft an der Medizinischen Fakultät und der Uniklinik Köln angetreten.  „Die enge Verzahnung von Universität und Uniklinik, aber auch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Disziplinen ist meiner Ansicht nach ein Katalysator für Fortschritt in der Hebammenwissenschaft, den ich mit meinem neuen Institut begleite“, beschreibt Prof. Bauer.

Am dem Campus Köln gibt es dafür spezifische zukunftsweisende Angebote für Studierende der Hebammenwissenschaft. Das Ziel: Studierende der primärqualifizierenden Studiengänge über interprofessionelle Projekte mit unterschiedlichen Berufsgruppen in der Versorgung von Frauen, ihren Kindern und Familien zusammenzubringen: „Hier planen wir ein gemeinsames Training mit den Medizinstudierenden im KISS – dem Kölner Interdisziplinären Skills Lab und Simulationszentrum. Das interprofessionelle Simulationstraining von geburtshilflichen und pädiatrischen Notfallsituationen beispielsweise setzt gute Voraussetzungen dafür, dass über die akademische Hebammenausbildung die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Praxis später zur Routine wird. Aber auch das frühe Kennenlernen von Forschung, die Beteiligung an ganz konkreten Forschungsprojekten, zeichnet unsere Zukunftsmission aus: Die Hebammentätigkeit wissenschaftlich zu begleiten trägt dazu bei, die Hebammenpraxis zu evaluieren und damit die geburtshilfliche Versorgung kontinuierlich zu verbessern.“ Dabei strahlt die Tätigkeit am Institut für Hebammenwissenschaft über die Universitätsmedizin Köln hinaus und unterstützt die enge Verbindung von Theorie und Praxis: „Ich bin froh, dass wir über eine Praxisakademie verfügen. Hier kümmert sich eine engagierte und verantwortliche Praxisanleitung um die weiteren klinischen Praxiseinrichtungen und die außerklinischen Praxispartnerinnen und -partner. Studierende erwartet hier an der Universitätsmedizin Köln außerdem ein innovatives Curriculum, dass viele Zukunftsthemen einbezieht“, ergänzt Prof. Bauer.

Nursel Celik, Teamleitung des Kreißsaals in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Köln, unterstützt als Leitende Hebamme den Weg der Akademisierung: „Das ist ein wichtiger Schritt für unseren Beruf. Ich erhoffe mir davon, dass wir dadurch mehr Akzeptanz und Anerkennung bei allen bekommen – auch in einigen kleinen Teilen der Ärzteschaft.“

Bewerbungen:

Bewerbungen für den Bachelor-Studiengang Angewandte Hebammenwissenschaft für das Wintersemester 2022/23 sind für Abiturientinnen und Abiturienten noch bis 15. Mai 2022 möglich. Danach beginnt das Auswahlverfahren.

Weitere Infos und Link zum Bewerbungsformular

Weitere Infos zum Tag der Hebammen

Nach oben scrollen