Lernen Sie die Menschen hinter der Maske kennen

Überall in der Welt erleben Menschen gerade zum ersten Mal das Gefühl, Teil einer größeren Gemeinschaft zu sein. Eine Gemeinschaft, in der man füreinander da ist und jeder jedem hilft, so gut es eben möglich ist. Nun rücken endlich auch all die in den Mittelpunkt, die unser Leben schon vor der Krise durch ihren täglichen Einsatz geprägt haben. Einige davon möchten wir Ihnen hier persönlich vorstellen und uns damit bei allen bedanken, die an der Uniklinik Köln jeden Tag die gesundheitliche Versorgung der Region sichern. Wir stellen Ihnen die Menschen vor, die schon vor Corona für Köln da waren und es jetzt erst recht sind. Entdecken Sie ihre Geschichten.

Mona Klaes, 25, Hebamme im Kreißsaal und in der Schwangerenambulanz

»Geburten sind absolute Grenzerfahrungen im Leben einer Frau. Mir als Hebamme fällt dabei die besondere Rolle zu, sie beim Hinauswachsen über ihre Grenzen zu unterstützen. Ich bin
sowohl medizinisch als auch menschlich für die Frauen da und immer wieder glücklich, neues Leben begrüßen zu dürfen. Im Kreißsaal arbeitet das Team weiterhin  eng zusammen. Nur achten wir eben jetzt sehr auf körperliche Distanz. Schwierig ist es mit der Distanz zu den
Schwangeren, denn zu meiner Arbeit gehört eben auch Nähe.«

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Carlotta Cadsky, 22, absolviert den dualen Studiengang »Klinische Pflege« und war zu Beginn der Krise im Praxiseinsatz

»Wir Azubis und dual Studierende sollten keinen direkten Kontakt zu SARS-CoV-2 positiven Patienten haben. Da unsere Station in positiv und negativ getestete Patienten aufgeteilt wurde, hat auch das Team versucht sich aufzuteilen. Das fiel schwer, da wir dadurch getrennte Übergaben, getrennte Pausen und getrennte Visiten durchführen mussten. Das Stationsteam hat trotz Stress versucht, für mich und die anderen Azubis da zu sein. Wir wurden weiterhin angeleitet und alle haben darauf geachtet, dass wir pünktlich nach Hause gehen konnten.«

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Christine Baldamus, 33, Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Intensivpflege und Anästhesie

»Dieses Gefühl, dass es bald losgehen könnte, war oft schwer zu ertragen. Zum Glück ist die große Infektionswelle bisher ausgeblieben. Wir haben viele COVID-19 Patienten betreut, aber auch daran haben wir uns gewöhnt und es ist Alltag geworden. Wir sind gut geschützt und haben auch schon Patienten nach Hause entlassen können, weil sie genesen sind. Das alles macht Mut und das Team unserer Station trägt diese neue Verantwortung ziemlich gut, wie ich finde.«

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Jason Weidenmann, 27, stellvertretender Pflegeteamleiter Orthopädie/Unfallchirurgie, verantwortlich für COVID-19 Patienten auf der Normalstation

»Die Pandemie treibt uns zwar durch Maßnahmen wie die Kontaktsperre erst einmal auseinander, sie führt uns aber auch wieder zusammen. Unsere Station wurde wegen Corona komplett umgekrempelt, neue Mitarbeiter kamen ins Team. Dennoch hat sich innerhalb kürzester Zeit alles beruhigt, sodass nun wieder gemeinsam Späße gemacht werden und sich sogar neue Freundschaften entwickelt haben. Das hat mich noch einmal in meiner Arbeit als Gesundheits- und Krankenpfleger bestärkt.«

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Ina Gelhaar, 26, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Teamleiterin der Hämatoonkologie/Infektiologie

»Zu wissen, dass man sich auch in so einer Krise auf das gesamte Team verlassen kann, ist unbezahlbar. Jeder weiß einfach, wie der andere sich fühlt, besser als Außenstehende das je nachempfinden könnten. Alle sind sehr konzentriert bei der Arbeit und ständig bereit, sich auf neue, anspruchsvolle Situationen einzustellen. Natürlich ist man auch mal angespannt, aber wir unterstützen uns gegenseitig, indem wir unsere Arbeit besonnen durchführen, ganz viel miteinander reden und auf den Schutz von allen achten.«

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Philippe Valentin, 41, Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Anästhesie, Intensiv- und Notfallpflege, Pflegeteamleiter in Notaufnahme und Infektionsschutzzentrum

»Ich frage mich, ob der Zeitpunkt irgendwann kommt, an dem wir zurückblicken und sagen können »Es ist vorbei!« oder ob wir lernen müssen, mit einer veränderten und eingeschränkten Welt zu leben. Während meines Einsatzes in der westafrikanischen Ebolakrise gab es so einen Zeitpunkt. Die Infektionsketten waren durchbrochen und die Krankheit vorerst besiegt. Dieses ausgelassene Gefühl würde ich mir für die derzeitige Lage wünschen.«

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