Intensivpflege

Intensivmedizin erfolgt stets interprofessionell im therapeutischen Team. Die Aufgaben von Pflegefachpersonen auf der Intensivstation sind anspruchsvoll und erfordern ein komplexes Wissen und Verständnis sowohl in Bezug auf die Diagnosen und Therapien als auch auf die Behandlungspflege. Ob auf den neun Intensivstationen, in der PACU (Post Anaesthesia Care Unit) oder der Zentralen Notaufnahme der Uniklinik Köln: Jährlich bedürfen über 15.000 Patienten der Versorgung durch speziell qualifizierte Pflegefachpersonen.

Jedes Jahr bietet die Uniklinik Köln die Weiterbildung in der Fachgesundheits- und Krankenpflege für Intensivpflege, Anästhesie und Pädiatrie an. Neue Mitarbeiter machen wir durch ein modular aufgebautes Einarbeitungskonzept Schritt für Schritt mit der Arbeit auf unseren Intensivstationen vertraut. Dabei werden sie von Praxisanleitern begleitet. So eröffnen wir auch Berufseinsteigern einen guten Start in die Intensivpflege.

»Medizin und Pflege funktionieren nur im Team.«

Im Interview erzählt Katharina Hante, warum sie sich für die Arbeit als Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Intensiv-  und Anästhesiepflege bei uns entschieden hat, wie ihr Alltag in der Uniklinik Köln aussieht und wie sie privat ihren Ausgleich zur Arbeit schafft.

Hier geht es ins Detail.

Herausforderung

Zum Aufgabenbereich zählt neben der krankenpflegerischen Versorgung auch das Monitoring, das heißt die Überwachung der Vitalfunktionen, die Bedienung der Überwachungsgeräte beziehungsweise der Dialyse- und Beatmungsgeräte und die Assistenz bei kleineren Eingriffen. Die psychische Unterstützung der Patienten und Angehörigen in lebensbedrohlichen Situationen gehört ebenso zu den Herausforderungen in der Intensivpflege. 

Wir betreiben auf neun Intensivstationen, in der PACU (Post Anaesthesia Care Unit) und der Zentralen Notaufnahme insgesamt 122 Intensivbetten. Diese sind alle mit einem kompletten eigenen Monitoring ausgestattet und an ein zentrales Monitoring angeschlossen. Auf all diesen Bettplätzen können beatmete Patienten versorgt werden. Das heißt, wir haben 122 Beatmungsgeräte. Weiterhin haben wir auf 4 IMC (Intermediate Care) Stationen 62 IMC Betten. Auch diese verfügen über ein eigenes und zentrales Monitoring. Beatmete Patienten können hier allerdings nicht betreut werden. 

Das Intensivpflegemanagment verantwortet – in enger Abstimmung mit der Pflegedirektion und unterstützt durch die Teamleitung auf den Stationen – insbesondere die Personalplanung und die Sicherung der pflegerischen Versorgung in allen Intensiveinheiten.

Dies sind die Stationen des Bereiches der Intensivpflege der Uniklinik Köln:

  • 1 B Neurochirurgische Intensivstation
  • 1 C Anästhesiologische Intensivstation
  • 1 D Anästhesiologische Intensivstation
  • 4 B Internistische Intensivstation (Schwerpunkt Hämato-Onkologie)
  • 10.2 Internistische IMC-Station (Schwerpunkt Hämato-Onkologie)
  • H 1.2 Intensivstation der Herz- und Thoraxchirurgie
  • H 2.2 Internistische IMC- und Intensivstation (Schwerpunkt Kardiologie)
  • Neurologische Intensivstation
  • Stroke Unit
  • Post Anesthesia Care Unit
  • Pädiatrische Intensivstation
  • Neonatologische Intensivstation
  • Frühgeborenenstation
  • Zentrale Notaufnahme und Aufnahmestation
Hand in Hand

Wir möchten allen Beschäftigten Sicherheit in der Dienstplanung ermöglichen. Deshalb haben wir einen »Intensivpflegepool« eingerichtet. In diesem Pool sind Pflegefachpersonen beschäftigt, die auf verschiedenen Intensivstationen einsetzbar sind und Personalausfälle kompensieren können. Trotzdem lässt es sich nicht vermeiden, dass wir Dienste kurzfristig nachbesetzen müssen. In solchen Fällen erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen attraktiven Ausgleich durch zusätzliche Vergütung. Darüber hinaus werden sie durch die Serviceassistenten des »Patienten Service« entlastet. Sie übernehmen administrative Aufgaben wie Materialbestellungen oder die Aufbereitung der Bettplätze.
Alle Intensivstationen sind als angehörigenfreundliche Intensivstationen durch die Stiftung Pflege e.V. zertifiziert.

Karriereweg

Um als Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege zugelassen zu werden, benötigen Sie eine zweijährige, berufsbegleitende Weiterbildung und müssen die staatlich anerkannte Abschlussprüfung absolvieren. Berufsanfänger können sich darüber hinaus darauf verlassen, dass sie bei uns nicht ins kalte Wasser geworfen werden. Es gibt ein speziell für die Intensivpflege entwickeltes Einarbeitungskonzept. 

Im Bereich der Intensivstationen hat die Fachweiterbildung für Intensivpflege, Anästhesie und Pädiatrie die größte Bedeutung unter den angebotenen Weiterbildungen. Als Universitätsklinikum und damit als Einrichtung der Maximalversorgung bietet die Uniklinik Köln alle gängigen Therapieverfahren zur Versorgung kritisch erkrankter Menschen an. Dies stellt hohe Anforderungen an den Pflegedienst im Bereich der Intensivpflege. Mit der zweijährigen Fachweiterbildung wird der Entwicklung Rechnung getragen, dass es zu einer zunehmenden Spezialisierung in der Medizin kommt und sich die Behandlungsmöglichkeiten ausweiten. Die Teilnahme setzt eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege voraus. Hier finden Sie Weiteres über die Fachweiterbildung.

Traineeprogramm – Nachwuchsführungskräfte in der Pflege

Qualifizierte Fach- und Führungskräfte im Pflegebereich für Spitzenleistungen in der Patientenversorgung: Dafür geht die Uniklinik Köln neue Wege. Seit 2014 fördern wir den Führungsnachwuchs in der Pflege gezielt durch ein Traineeprogramm. Schwerpunkt dabei ist neben dem Erwerb fachlicher Kenntnisse auch die Entwicklung persönlicher und sozialer Fähigkeiten. In unserem Traineeprogramm bieten wir jungen Pflegefachpersonen die Chance zur Qualifizierung für eine zukünftige Rolle als Führungskraft. Im Rahmen des einjährigen Traineeprogramms erwerben die Teilnehmer neue Kenntnisse und Fähigkeiten, die exakt auf die Bedürfnisse ihres Arbeitsumfelds zugeschnitten sind. Begleitet durch Mentoring und Coaching entfalten sie ihr Talent zum Organisieren und Führen. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Traineeprogramm ist eine mindestens zweijährige Berufserfahrung und eine Beschäftigung von mindestens einem Jahr an der Uniklinik Köln. Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Traineeprogramm.

Entwicklung

Einarbeitungskonzept für Berufsanfänger in der Intensivpflege

Nachwuchs in der Intensivpflege ist heiß begehrt. Da muss man sich als Arbeitgeber schon etwas einfallen lassen. Eines dieser Dinge ist ein individuelles, strukturiertes und umfassendes Einarbeitungskonzept, das von den Praxisanleitern ständig aktualisiert wird. Das Konzept besteht aus zwei Phasen, der Einarbeitungsphase und einer anschließenden Etablierungsphase. Beide gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter ein und gewährleisten gleichzeitig die qualitativ hochwertige Versorgung von schwerstkranken Patienten. Zur Einarbeitungsphase des Konzeptes gehören drei von insgesamt fünf Bausteinen: der Einarbeitungskatalog, der Theorie-Praxis-Transfer und die strukturierte Praxisbegleitung. 

Der Einarbeitungskatalog enthält erste Informationen über den neuen Arbeitsbereich. Jede Intensivstation der Uniklinik Köln verfügt über diese stationseigene Anleitung im Kitteltaschen-Format. Die eigentliche Einarbeitungsphase beginnt mit einem Theorie-Praxis-Transfer, der das Kernelement des Konzeptes darstellt. In diesem ersten Schritt erarbeiten die Praxisanleiter gemeinsam mit einem oder mehreren neuen Mitarbeitern theoretische Grundlagen und, darauf aufbauend, praktische Handlungskompetenzen. An den Theorie-Praxis-Transfer schließt sich die konventionelle Einarbeitung an, auch strukturierte Praxisbegleitung genannt. Die neuen Mitarbeiter werden einem persönlichen Praxisanleiter zugeordnet. Gemeinsam versorgen sie zwei bis drei Intensivpatienten.

Nach der Einarbeitungsphase folgt die sogenannte Etablierungsphase. Jetzt geht es um gezielte und transparente Kompetenzentwicklung. Sie beinhaltet die Praxisbegleittage und die Fortbildungstage, an denen übrigens nicht nur Anfänger teilnehmen können. An den ein bis zwei Praxisbegleittagen pro Monat können die neuen Mitarbeiter ihre Erfahrungen und Entwicklungen zusammen mit den Praxisanleiten reflektieren. Der neue Mitarbeiter bekommt dabei emotionale und professionelle Unterstützung und wird systematisch an die Versorgung von Patienten mit hoch komplexen Pflegesituationen herangeführt.

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Uniklinik Köln hält ein umfangreiches Portfolio an Weiterbildungen und Lehrgängen bereit:
In der Lindenburg Akademie sind alle Weiterbildungen der Pflege unter einem Dach vereint. Neben modernen Seminarräumen mit neuester Medientechnik wartet die Akademie unter anderem mit Lernzonen mit PC-Ausstattung und einem praktischem Übungsraum auf – beste Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen. Nutzen Sie das umfangreiche Programm, um Ihre beruflichen Pläne zu erfüllen und um im Rahmen Ihrer fachlichen Spezialisierung die Themen zu vertiefen, die Ihnen besonders am Herzen liegen. Mit unseren Seminaren, Trainings und praktischen Ausbildungen bleiben Sie auf dem neuesten Stand der Pflege und Medizin. Speziell für die Intensivpflege gibt es zusätzlich praktische Übungseinheiten. So bietet das KISS (Kölner Interprofessionelles SkillsLab & Simulationszentrum) mit seinem Kurs »Advanced Life Support« (ALS) speziell für Mitarbeiter der Intensivstationen und Anästhesie Reanimationsschulungen an. Hier lernen Sie in Praxis und Theorie das professionelle Management von Notfallszenarien auf den Intensiv- und Allgemeinstationen sowie mögliche Notfälle im Aufwachraum oder auf der Straße. 

Alle Leistungen rund um Ihre persönliche Entwicklung finden Sie auf unserer Karriereseite unter Fort- und Weiterbildung.

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