Pädagogische Schwerpunkte

U3-Betreuung

In unserer Kita ist die Hälfte aller Kinder jünger als drei Jahre. Unsere Eingewöhnungszeit gestalten wir nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell. Klare Abläufe und Strukturen geben in dieser Phase allen Beteiligten (Kindern, Eltern, Erziehern) Orientierung und Sicherheit. Erzieher haben hierbei genügend Zeit, in eine vertrauensvolle Beziehung zu Eltern und Kindern zu treten. Um die Gruppensituation zu entspannen, kommen die neuen Kinder zeitlich nacheinander in die Gruppen.

Eine gelungene Bindung zwischen Erzieher und Kleinkind erleichtert den Ablösungsangeleiprozess von den Eltern. Die Bindung der Kinder untereinander hat einen familiären Charakter. Jeden Morgen freuen sich unsere Kinder auf das gemeinsame Wiedersehen. Diese vertraute Situation ist die Basis für Exploration, die es den Kindern möglich macht, unser Bildungsangebot anzunehmen. Sie klettern und balancieren, matschen, malen und singen.

Vorschulangebot

Vorschularbeit verstehen wir als kontinuierlichen Bildungsprozess während der gesamten Kindergartenzeit. Im letzten Kindergartenjahr unterstützen wir diesen Prozess intensiver in altershomogenen, gruppenübergreifenden Arbeitsgemeinschaften. So zum Beispiel in unserer Sprachgruppe, in der wir den Kindern ein breit gefächertes Angebot zur Unterstützung ihrer Sprachentwicklung machen und im Sinne der Partizipation ihre Wünsche mit berücksichtigen. Gemeinsame Erlebnisse in der Kleingruppe, wie Theater- oder Opernbesuche, fördern das Sprachverständnis sowie das Sprachvermögen und wecken die Sprechfreude. Wir regen die Kinder an, ihre Bedürfnisse, Absichten und Meinungen zu verbalisieren. Dieser Prozess trägt dazu bei, den 2.500 Wörter umfassenden Wortschatz von fünf- bis sechsjährigen Kindern weiter aufzustocken.

„Toben macht schlau!“

Wenn ein Kind sich körperlich viel zutraut, traut es sich auch geistig viel zu; hier besteht eine Wechselwirkung. Wir unterstützen die Kinder darin, ihre Grundbedürfnisse wahrzunehmen und diese zu äußern. Körpererfahrung bedeutet für uns: Die Kinder leben nach Möglichkeit täglich, sowohl angeleitet als auch im Freispiel, ihren Bewegungsdrang aus. Die Kinder werden zudem im Gruppenalltag durch Sinneswahrnehmung und Entspannungsmöglichkeiten gefördert. Bewegung ist nicht nur ein elementares Bedürfnis des Kindes, sie stellt vor allem in den ersten Lebensjahren auch eine wesentliche Erfahrung dar, von der es abhängt, in welcher Weise das Kind seine Umwelt verarbeitet. Bewegung heißt Entwicklung, sich bewegen bedeutet vorankommen. Kinder brauchen Bewegung, um all ihre Sinne auszuprobieren und entwickeln zu können. Über Bewegung erfahren sie die Welt und sich selbst. Bewegung vermittelt die Beziehung zwischen Körper, Seele und Intellekt.

Raumkonzept

Unser pädagogisches Konzept und auch das Raumkonzept sind auf die Bedürfnisse von Kindern mit langen Betreuungszeiten abgestimmt. Im U3-Bereich vermitteln wir die erforderliche Sicherheit durch ein geschlossenes Raumkonzept. Den älteren Kindern stehen neben der Stammgruppe unterschiedliche Funktionsräume und das ganze Haus als Erlebnis- und Erfahrungsraum offen. Die Ausstattung unserer Räume und die Auswahl der Materialien basieren auf dem Hamburger Raumgestaltungskonzept nach Angelika van der Beek. In den Bewegungsräumen, die den Kindern immer offenstehen, können diese auch bei schlechtem Wetter an Schwungseilen, -tüchern und Kletternetzen toben und spielen. In den Ateliers finden gruppenübergreifend Angebote zur Kreativitätsentwicklung statt. Hier machen die Kinder vielfältige Erfahrungen im Zeichnen, Malen und dreidimensionalen Gestalten. Beim kreativen Arbeiten steht stets der Prozesscharakter im Vordergrund, nicht die Orientierung am Ergebnis. Die vorbereitete Umgebung hat für die interessierten Kinder einen hohen Aufforderungscharakter. In unseren Restaurants, Rollenspielräumen, Bau- und Sinnesräumen können die Kinder ihre Selbstbildungspotenziale mit unterschiedlichen Materialien und Spielzeugen entdecken und ausschöpfen. Es gibt Nass- und Trockenkreativräume, die auch die Kinder im U3-Bereich situationsbedingt nutzen können.

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