2. Kongress für Klinische Pflege

Kongress für Kinische Pflege

„Forschung stärkt Praxis – Fokus Patient"

Mitte Februar hat die Pflegedirektion der Uniklinik Köln den zweiten Kongress Klinische Pflege „Forschung stärkt Praxis – Fokus Patient” mit über 170 Teilnehmern veranstaltet. „Der Pflegeberuf ist verantwortungsvoll und dazu abwechslungsreich wie nie”, sagt Vera Lux, Pflegedirektorin im Vorstand der Uniklinik Köln. „Es gibt heute zahlreiche berufliche Möglichkeiten. Die fortschreitende Pflegewissenschaft und zunehmende Akademisierung forcieren die dynamische Entwicklung. Es freut mich besonders, dass die Hinwendung zum Patienten als ein Schwerpunkt wissenschaftlich herausgearbeitet wird.“ Workshops boten Gelegenheit, wissenschaftliche Methoden sowie den Praxistransfer kennenlernen und aktiv mitzuarbeiten. Lebhafte Diskussionen sorgten für einen inspirierenden Tag.

Prof. Dr. Giovanni Maio stellte heraus, dass Pflege durch gelingende Interaktion komplexe Situationen und individuelle Bedürfnisse der Patienten erschließe. Sie müsse ihr Handeln immer wieder anpassen und mit unvorhersehbaren, unkontrollierbaren Ereignissen umgehen – so entziehe sie sich einer ökonomischen Logik. Von einem Projekt, in dem Schlaganfall-Lotsen erweiterte pflegerische Aufgaben in der sektorenübergreifenden Versorgung übernehmen, berichtete Dr. Georg Galle. Die Vorausplanung im Verlauf schwerer Erkrankungen, um Präferenzen Betroffener zu definieren und im Fall der Einwillungsunfähigkeit einsetzen zu können, thematisierte Dr. Lena Werdecker.  Dr. Regina Schmeer plädierte für die frühzeitige Partizipation der Pflege bei der Entwicklung neuer Technologien, um diese passgenau und sinnvoll auszurichten.  Zum Abschluss zog Prof. Dr. Frank Weidner ein Resümee zur Entwicklung der Pflege. Als Erfolg stellte er den Aufbau von Strukturen zur Professionalisierung der Pflege heraus. Für die Integration akademisch ausgebildeter Pflegefachkräfte fehle es aber noch an Perspektiven. Umso wichtiger wären Leuchtturmprojekte, die den Weg für ein neues Selbstverständnis und einen Kulturwandel bereiten.

Weitere Informationen:

Abstractband der Zeitschrift „Klinische Pflegeforschung“

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