03.07.2019
KISS

Nacht der Technik ein voller Erfolg

180 Besucher blickten hinter die Krankenhaus-Kulissen

In der 7. Nacht der Technik haben trotz der hohen Außentemperaturen insgesamt 180 interessierte Besucher die Gelegenheit genutzt und sich bei 60minütigen Führungen im Kölner Interprofessionellen Skillslab und Simulationszentrum (KISS) der Medizinischen Fakultät ein Bild von der facettenreichen Arbeit in der Uniklinik Köln gemacht. In dem Schulungszentrum trainieren normalerweise Ärzte, Pflegekräfte, Studierende und andere Beschäftigte der Uniklinik Köln Notfallmedizin, Reanimation und vieles mehr.

In dieser besonderen Nacht durchliefen die Gäste, der Jüngste von ihnen gerade einmal fünf Jahre alt und besonders begeistert von der Technik im nachgestellten OP, mit einem Muster-Herzpatienten vier Stationen von der Notaufnahme bis auf die Intensivstation. Am Beispiel eines Herzinfarktes erklärten insgesamt acht Pflegefachkräfte, wie reale Technik und Abläufe im Krankenhausalltag funktionieren und angewendet werden. Die Stationen wurden realitätsnah und detailliert nachgestellt, um den Besuchern ein realistisches Bild zu vermitteln. „Die Rückmeldungen der Besucher waren sehr positiv. Die Möglichkeit, hinter die Kulissen von Kölns größter Klinik zu blicken, kam so gut an, dass viele gar nicht gehen wollten und bedauerten, dass ihre Führung so schnell zu Ende war“, erzählt Clara Monaca, Organisatorin aus der Pflegedirektion. „Es kamen auch viele Besucher ohne Reservierung. Aber wir haben versucht, dem Andrang gerecht zu werden und niemanden wegzuschicken“, ergänzt Alexander Tittel, Organisator vom KISS. „Sie lobten nicht nur die Betreuung vor Ort, sondern auch die Möglichkeit sich bei den hohen Temperaturen mit Wasser und Obst in der KISS-Cafeteria zu stärken.“

An der ersten Station konnten die Besucher sich in Reanimation üben und venöse Zugänge an Simulations-Trainingspuppen legen. Ihnen wurden hier zudem der Ablauf und die technischen Möglichkeiten in einer Notaufnahme sowie Kenntnisse der lebensrettenden Herzdruckmassage vermittelt. Die Narkoseeinleitung an Station zwei erklärte die dafür notwendigen Medikamente und das Legen eines künstlichen Beatmungsschlauchs. Bei der Bypass-OP-Station erfuhren die interessierten Besucher, welche Instrumente und Materialien für die Operation benötigt werden, welche Geräte zum Einsatz kommen und welche Handgriffe besonders wichtig sind. An einem Hühnerschenkel konnten sie sich selbst in Elektrochirurgie ausprobieren. Die vierte und letzte Station der Führung war die nachgestellte Intensivstation, wo die Experten zeigten, wie eine Beatmungsmaschine oder eine ECMO funktionieren. Die Besucher interessierte hier besonders, wie lange ein Patient durch die Versorgung der technischen Geräte überleben kann.

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