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05.11.2021 Duales Studium

Angewandte Hebammenwissenschaft mit 25 Studentinnen gestartet

Neuer Studiengang der Medizinischen Fakultät und der Uniklinik Köln

Studentinnen der Angewandten Hebammenwissenschaften WS21/25, Foto: Dorothea Hensen

Zum Wintersemester 2021/2022 haben die ersten 25 Studentinnen ihr duales Studium der Angewandten Hebammenwissenschaft an der Medizinischen Fakultät und der Uniklinik Köln angetreten. Der neue Studiengang mit einer W2-Professur für Hebammenwissenschaft ist das erste universitäre Angebot an einer Medizinischen Fakultät in NRW und ein weiterer Schritt im umfassenden Wandel des Hebammenberufes. Bis 2025 soll in Deutschland die Ausbildung an Hebammenfachschulen generell durch ein Studium abgelöst werden. In dem neuen auf sieben Semester angelegten dualen Bachelor-Studiengang an der Medizinischen Fakultät lernen die Studierenden praxisnah, fachübergreifend und interdisziplinär alles über die Lebensphase Familienbildung, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und erstes Lebensjahr.

„Die Studierenden profitieren bei uns von der gleichermaßen wissenschafts- und praxisorientierten Ausrichtung, in der wir Theorie und Praxis bestens aufeinander abgestimmt haben. Während der Hebammennachwuchs im Studium an wissenschaftliche Fragestellungen herangeführt wird, erfolgt die praktische Ausbildung der Studierenden überwiegend in der semesterfreien Zeit im Zentrum für Familiengesundheit der Uniklinik Köln und bei weiteren Kooperationspartnern“, sagt Marina Filipović, Vorstandsmitglied und Pflegedirektorin in der Uniklinik Köln. Die berufspraktischen Studienphasen werden über die neu gegründete Praxisakademie Hebammenwissenschaft der Uniklinik Köln geplant und koordiniert. Die Studierenden absolvieren im Rahmen des Studiums Einsätze im Kreißsaal, auf der Wochenbettstation, in der Neonatologie und Gynäkologie sowie bei freiberuflichen Hebammen.

Studiendekan Univ.-Prof. Dr. Markus Rothschild erklärt: „Unsere Studierenden werden im universitären Umfeld gemeinsam mit Medizin- und Pflegestudierenden ausgebildet, konkret zum Beispiel im Kölner Interprofessionellen Skills Lab und Simulationszentrum der Medizinischen Fakultät. Der Studiengang vermittelt wissenschaftliches Arbeiten, evidenzbasierte Entscheidungsfindung und die Steuerung komplexer Betreuungs- und Versorgungsprozesse in der Geburtshilfe. Wir legen aber auch viel Wert auf die theoriebasierte Reflexion der Berufspraxis sowie die Gestaltung und Umsetzung innovativer Begleitungskonzepte.“

Das Hebammenstudium ist nach der Einrichtung eines Studiengangs Klinische Pflege in 2017 ein weiterer Schritt in die Akademisierung der Gesundheitsberufe. Für die Bachelor-Studierenden finden Vorlesungen spezifisch, aber auch mit anderen Studierenden der Gesundheitsberufe statt. Am Life Science Campus Cologne können sie interprofessionell und fachübergreifend lernen – dafür wird ein breites Angebot an übergreifenden Wahlmodulen angeboten.

„Nach dem Abschluss tragen die Absolventinnen dann die Berufsbezeichnung Hebamme und haben den Bachelor of Science erworben – beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben“, ergänzt Studiengangkoordinatorin Pia Berges. Die Medizinische Fakultät und die Uniklinik Köln wollen tradiertes Hebammenhandeln mit wissenschaftlichen Fragestellungen und Erkenntnissen aus Forschung und Praxis zusammenführen. So steht neben der Einführung des dualen Studiengangs die Entwicklung eines interdisziplinär eingebundenen Forschungsbereichs „Hebammenwissenschaft“ im Mittelpunkt.

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