Wundzentrum Dermatologie / Gefäßchirurgie

Wundheilungsstörungen und ihre Folgen stellen eine große medizinische und interdisziplinäre Herausforderung in der alltäglichen Praxis und Klinik dar. Besonders die sich verändernde Alterstruktur der Bevölkerung trägt entscheidend dazu bei, dass die Zahl von Patienten mit chronischen Wunden und den Folgen fragiler Haut zunehmen wird. So liegt die Inzidenz jenseits des 70. Lebensjahres in den westlichen Industrienationen bereits bei 4-5%.

Der Versorgung und Therapie von Patienten mit chronischen Wunden stehen häufig nur unzureichend wirksame Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Ursache dafür liegt vor allem darin, dass die klinischen und krankheitsbedingten Varianten von Wunden und deren Therapie komplex sind und häufig eine besondere medizinische aber auch organisatorisch-praktische Herausforderung im klinischen Alltag darstellen.

Die chronisch venöse Insuffizienz und die arterielle Verschlusskrankheit stellen die häufigsten Ursachen für nicht heilende Wunden im Unterschenkelbereich dar. Zusätzlich gelten der Diabetes mellitus, Fehlregulationen des Immunsystems, genetische Erkrankungen und Alterungsprozesse als häufige Risikofaktoren für die Entwicklung von Problemwunden. Eine zeitnahe Abheilung dieser Wunden erfordert eine aufeinander abgestimmte interdisziplinäre Ursachensuche und eine kausalbasierte Therapieeinleitung.

Die Uniklinik Köln ist seit vielen Jahren durch eine enge Vernetzung unterschiedlicher klinischer Fachabteilungen, der Pflege und Versorgungsstrukturen in der Behandlung von Patienten mit chronischen Wunden aktiv. Durch die Zusammenarbeit von Prof. Sabine Eming (Leitende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie), Prof. Jan Brunkwall (Direktor der Klinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie), Dr. Karin Berghmans (Funktionsoberärztin Gefäßchirurgie) und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Abteilungen ist der Schwerpunkt Wundversorgung durch die Zertifizierung eines gemeinsamen Wundzentrums Dermatologie/Gefäßchirurgie an der Uniklinik Köln weiterentwickelt worden.

Der Zertifizierungsprozess wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin und der Initiative Chronischer Wunden e.V. durchgeführt. Ziel der Zentrumsbildung ist die effiziente Koordination und Zusammenarbeit beider Fachabteilungen in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Wundheilungsstörungen. Darüber hinaus wird durch die Bearbeitung gemeinsamer Forschungsprojekte die Entwicklung neuer präventiver und therapeutischer Ansätze vorangetrieben. Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, die Interaktion mit benachbarten Fachdisziplinen und Forschungseinrichtungen einschließlich der Diabetologie, Rheumatologie, Gastroenterologie, Chirurgie und Infektiologie weiterzuentwickeln.

Univ.-Prof. Dr. Sabine Eming

Univ.-Prof. Dr. Sabine Eming

Leitende Oberärztin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie

Sprechstunde Montag und Donnerstag 13:30 - 16:00 Uhr
Terminvereinbarung Montag bis Freitag von 08:00 - 15:00 Uhr

Diagnostik- und Therapiezentrum, Raum 3.045a Leitstelle (Lageplan/Anfahrt)

Telefax
+49 221 478-98334
Univ.-Prof. Dr. Jan Brunkwall

Univ.-Prof. Dr. Jan Brunkwall

Direktor der Klinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie

Gefäßchirurgische Sprechstunde
Montag bis Freitag 08:00 bis 16:00 Uhr

Telefon +49 221 478-32342

Gefäßchirurgische Privatsprechstunde

Chefsekretariat Alexandra Golczyk
Telefon
+49 221 478-32498 (Termine nach Vereinbarung)
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