30.05.2018
UniReha - Zentrum für Prävention und Rehabilitation

Bundesweit erste ambulante Reha für Kinder und Jugendliche

Deutsche Rentenversicherung Rheinland und UniReha

v.l.: Prof. Dr. Eckhard Schönau und Holger Baumann, Foto: DRV Rheinland
v.l.: Prof. Dr. Eckhard Schönau und Holger Baumann, Foto: DRV Rheinland

Eine Gesetzesänderung macht es möglich: Ambulante Reha-Leistungen sind jetzt auch für Kinder und Jugendliche vorgesehen. Das kann die UniReha, das Zentrum für Prävention und Rehabilitation der Uniklinik Köln, nun gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland erstmals anbieten. Ab dem 01.06.2018 können Kinder und Jugendliche aus dem Rheinland mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen, aber auch Kinder und Jugendliche mit Übergewicht, hier eine ambulante Reha machen.

„Damit wurde eine Versorgungslücke geschlossen“, erklärt Holger Baumann, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Rheinland. „Wir hoffen, damit – in Ergänzung zu den stationären Reha-Angeboten – einen wesentlichen Beitrag für die Gesundheitsförderung sowie die Sicherung der Ausbildungsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen zu leisten“, so Baumann weiter.

„Aufbauend auf erfolgreichen Erfahrungen im Bereich der Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen haben wir gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung Rheinland dieses neue ambulante Reha-Konzept entwickelt. Das Versorgungsangebot können wir ab dem 01.06.2018 anbieten“, freut sich Prof. Dr. Eckhard Schönau, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter der UniReha.

Das Konzept ist benannt als Ambulante Medizinisch-Lebenswelt orientierte Rehabilitation (AMLOR) für Kinder und Jugendliche. „Unser Ziel dabei ist die zeitliche Vereinbarung der Alltagsaktivitäten mit dem therapeutischen Konzept. Wir hoffen, so ein ambulantes Angebot konzipiert zu haben, dass mit der Lebenswirklichkeit unser Patienten – mit der Schule, mit der Ausbildung und dem alltäglichen Familienleben in Einklang zu bringen ist“, so Prof. Schönau weiter.

Insgesamt über sechs Monate wechseln sich kurzfristige wöchentliche Therapiephasen am Nachmittag mit zweiwöchentlichen einzelnen Therapieeinheiten ab. Ein wesentlicher Therapiebaustein ist dabei die Anleitung für ein Trainingsprogramm, das zu Hause fortgeführt werden kann.

Das Konzept wird wissenschaftlich begleitet durch die UniReha, das Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie (IGKE) und der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln.

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