11.06.2018
Zentrum für Palliativmedizin

Förderpreis der Plansecur-Stiftung

Preisübergabe – Dotierung 10.000 Euro

Preisübergabe, Foto: Uniklinik Köln
Preisübergabe, Foto: Uniklinik Köln

Die Plansecur-Stiftung hat am verganenen Freitag 8. Juni 2018  ihren Förderpreis für herausragendes soziales Engagement 2018 an Prof. Dr. Raymond Voltz und das Team des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln verliehen. Ausgezeichnet wurde das Team für sein langjähriges Engagement und die Mitwirkung in Arbeitsgruppen und Projekten mit dem Ziel, Schwerstkranken und Sterbenden eine Stimme in der Gesellschaft zu geben und Palliativmedizin und Hospizbewegung zueinander zu führen.

2018 blickt das Zentrum für Palliativmedizin auf 35 Jahre Erfahrung zurück: 1983 hatte die Deutsche Krebshilfe zusammen mit der Uniklinik Köln Deutschlands erste Palliativstation gegründet. Als "Station für palliative Therapie" konnten anfangs fünf Patienten stationär betreut werden. Kurze Zeit später entstand als Ergänzung ein palliativer Hausbetreuungsdienst für die Beratung und Betreuung der Patienten und ihrer Familien zu Hause.

1992 wurde auf dem Campus der Uniklinik Köln das Dr. Mildred Scheel-Haus gebaut, in dem die stationäre Palliativversorgung auf 15 Betten erweitert werden konnte. Mit Einrichtung des Lehrstuhls für Palliativmedizin entstand 2004 das Zentrum für Palliativmedizin als fachlich eigenständige Klinik unter der Leitung von Uni.-Prof. Dr. Raymond Voltz als Direktor und Lehrstuhlinhaber.

„Wir freuen uns gerade jetzt sehr über diese Auszeichnung. In Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche gewinnen Bürgerbewegungen, wie sie die Hospizarbeit und damit eng verbunden auch die Palliativmedizin ihrem Ursprung nach sind, eine besondere Bedeutung. Eine für alle Betroffenen verlässlich erreichbare Palliativ- und Hospizversorgung ist noch immer nicht flächendeckend verfügbar. Deren Ausbau und damit verbunden ein offener Umgang mit der Endlichkeit des Lebens kann helfen, das Zusammenleben in unserer Gesellschaft menschlicher zu machen. Palliativversorgung und Hospizarbeit zueinander führen und so als starke gesellschaftliche Kraft gestalten – das bleibt weiter unser Auftrag“, so Prof. Voltz. „Dazu gehört es auch, die Bedeutung der Palliativmedizin als akademisches Fach an den Universitäten weiterzuentwickeln und zu stärken. Die Uniklinik Köln ist hierfür seit vielen Jahren Vorbild.“ so Prof. Voltz.

Der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis wird 2018 zum 27. Mal verliehen. Als bleibende Erinnerung hat das Zentrum für Palliativmedizin die Glasskulptur „Von Herzen zugeneigt“ erhalten.

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