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19.02.2014

Gesellschaft für Fetale Entwicklung gegründet

Neue Fachgesellschaft an der Uniklinik Köln konstituiert

Am 14.02.2014 wurde an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln die Deutsche Gesellschaft für Fetale Entwicklung (DGFE) gegründet. In der neuen Fachgesellschaft sollen insbesondere wissenschaftliche, aber auch praxis-relevante Fragestellungen zum Thema fetales und neonatales Wachstum und Entwicklung bearbeitet werden. Dazu gehören unter anderem die Wechselbeziehungen zwischen dem Fetus und der Mutter über die Plazenta – hier findet der Austausch lebenswichtiger Stoffe statt sowie die Sauerstoffversorgung des ungeborenen Lebens.

„Immer mehr Menschen leiden an Übergewicht und Störungen des Stoffwechsels – dem sogenannten Metabolischen Syndrom. Die Erforschung der Ursachen und die Entwicklung von zukünftigen Therapiemöglichkeiten sind wichtige Forschungsschwerpunkte in unserer Klinik“, so Prof. Dr. Jörg Dötsch, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Der Grundstein für solche und andere Störungen kann bereits im Mutterleib gelegt werden. So spielen die körperliche Konstitution und das Hormon-Milieu der Mutter ebenso eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des ungeborenen Kindes wie die Menge und Qualität der Nährstoffe, welche die Mutter während Schwangerschaft und Stillzeit zu sich nimmt.

Dass Krankheiten Erwachsener schon im Mutterleib bei einer gestörten fetalen Entwicklung ihre Ursachen haben können, wird mittlerweile durch zahlreiche Studien belegt. Neben dieser Form der Perinatalen Programmierung sind es besondere Krankheitsbilder, welche die Mediziner interessieren – so zum Beispiel die Intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR), also eine vorgeburtliche Entwicklungsstörung mit unterschiedlicher Ausformung und Ursache. Ungefähr fünf Prozent aller Neugeborenen sind wachstumsrestringiert. Die Restriktion ist nach Fehlbildungen und Frühgeburt die dritthäufigste Ursache für die perinatale Mortalität und damit für mehr als 20 Prozent der Totgeburten verantwortlich. Schlussendlich ist auch die Einwirkung toxischer Substanzen wie Alkohol oder Nikotin während der Schwangerschaft für die Wissenschaftler von Interesse.

Die neue Gesellschaft will vor allem neue Forschungsfragen generieren und durch Vernetzung und Struktur dazu beitragen, dass daraus Studien initiiert werden: „Unser Ziel ist es, durch die neue Gesellschaft einen Ort des Austausches zwischen den Disziplinen zu haben“, so Prof. Dr. Jens Möller, Direktor der Kinderklinik Saarbrücken und neu gewählter Präsident der Gesellschaft. „Hier kommen Mitglieder aus den unterschiedlichsten Disziplinen wie der Gynäkologie, Geburtshilfe, Pränatalmedizin, Perinatalmedizin und Pädiatrie zusammen“, so Dr. Markus Valter, Stellvertretender Präsident und Leitender Oberarzt der Geburtshilfe an der Uniklinik Köln.

Für Rückfragen:

Christoph Wanko
Pressesprecher Uniklinik Köln
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: +49 221 478-5548
E-Mail: presse@uk-koeln.de

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