31.03.2017
Institutsleitung

Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie unter neuer Leitung von Prof. Dr. Achim Tresch

Prof. Dr. Achim Tresch, Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie
Prof. Dr. Achim Tresch, Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Foto: Uniklinik Köln

Prof. Dr. Achim Tresch folgt dem Ruf an die Uniklinik Köln

Ab dem 01.04.2017 leitet Prof. Dr. Achim Tresch das Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Walter Lehmacher an, der das Institut bis zu seinem Ruhestand Ende Februar 2015 geführt hat. In der Zwischenzeit lag die Kommissarische Leitung bei Prof. Dr. Ralph Mösges.

Prof. Tresch ist 1971 in Worms geboren. Er studierte Mathematik und Physik in Mainz, wo er 2001 im Fach Gruppentheorie promovierte. Nach zwei Jahren als Postdoc am Fraunhofer Institut für Wissenschaftliches Rechnen und Algorithmen wechselte er an das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg in die Abteilung für Molekulare Genomanalyse.

2005 erhielt er eine Juniorprofessor für Bioinformatik an der Universität Mainz, die er bald darauf niederlegte, um 2007 eine Stelle als unabhängiger Gruppenleiter am Genzentrum der Ludwig-Maximilians Universität München anzutreten. Im Jahr 2012 schließlich folgte er dem Ruf auf die Jeff-Schell Stiftungsprofessur der Universität zu Köln und des Max-Planck Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung Köln.

Prof. Tresch arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle zwischen Statistik, Informatik und den Lebenswissenschaften. Er hat das noch junge Forschungsfeld der Computational Biology in Deutschland in über 70 Publikationen mit geprägt. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Epigenomik und der RNA-Stoffwechsel. „Technologische und bioinformatische Innovationen auf dem Gebiet der DNA-Sequenzierung und der Massenspektrometrie haben die zellbiologische Grundlagenforschung revolutioniert“, so der Mathematiker. „Wir wollen diese Fortschritte nun in die klinische Forschung und Praxis hinein tragen. Köln ist dazu dank seiner großen klinischen Kohorten international exzellent aufgestellt“, so Prof. Tresch. Um sein Ziel zu erreichen, entwickeln er und sein Team ultra-effiziente Algorithmen zur Analyse großer, komplexer Datensätze.

Prof. Tresch ist Mitglied der Internationalen Biometrischen Gesellschaft (IBS) und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Biometrie und Epidemiologie (GMDS). Als Leiter der GMDS-Arbeitsgruppe „Statistische Methoden in der Bioinformatik“ organisierte er mehrere Tagungen und Workshops.

Um Köln zu einer führenden Rolle in den quantitativen Lebenswissenschaften zu verhelfen, betreibt Prof. Tresch mit seinen Kollegen den Aufbau eines gleichnamigen Studiengangs, sowie eines Zentrums für Computational Life Sciences. „Die Schaffung dieser Strukturen und unsere freiheitliche Wissenskultur in Deutschland wird uns die Rekrutierung der kreativsten Köpfe ermöglichen.“

Neben seiner Arbeit ist Prof. Tresch ein begeisterter Tennisspieler, er lebt seit 2012 in Köln und hat nach eigenen Angaben den Übergang von der Mainzer Fastnacht zum Rheinischen Karneval gut gemeistert.

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