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11.10.2010

Neue Intensivstation bietet mehr Bewegungsfreiheit

für Leukämie-Patienten der Uniklinik Köln

Die neue Station für Stammzelltransplantation (KMT) im Bettenhaus der Uniklinik Köln ist in Betrieb genommen worden. Das Besondere: Leukämie-Patienten mit einer Stammzell-Transplantation sind nicht mehr nur an ihr Zimmer gebunden, sondern können sich auf den Fluren der gesamten Station frei bewegen. Möglich wurde dies durch die bauliche Umsetzung einer aufwändigen fünffachen Lüftung für die gesamte Station. Die Station darf nur über Schleusen betreten werden.

Was zunächst vielleicht trivial klingt, ist für die Patienten etwas Besonderes. Die Behandlung bei einer Knochenmark-Transplantation dauert rund sechs Wochen. Die Patienten sind stark abwehrgeschwächt und müssen vor Erregern aus der Luft besonders geschützt werden. Um das zu erreichen, wird die Luft aufwändig gefiltert. Bislang war dies nur in einzelnen KMT-Zimmern möglich, denn dafür muss fünf Mal mehr Frischluft gereinigt und wieder zugeführt werden als normalerweise nötig. “Unsere Patienten können sogar Spaziergänge auf den Fluren der Station unternehmen“, sagt Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin. „Wir sind stolz darauf, auf der hochmodernen Station jährlich etwa 80 Patienten medizinische Spitzenversorgung bei maximaler Bewegungsfreiheit bieten zu können.“ Prof. Dr. Edgar Schömig, Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, ergänzt: „Die neue Station ist ein weiterer wichtiger Entwicklungsschritt, um dauerhaft die höchstmögliche Versorgungsqualität für unsere Patienten zu sichern.“ Jedes Zimmer wird über eine Schleuse betreten und verfügt über einen zum Flur gerichteten Luftstrom. Durch diesen Überdruck auf der Station wird die Luft kontinuierlich nach außen getragen. Die neuen Räume bieten dabei alle Möglichkeiten einer intensiven Betreuung. Über einen Kabeltunnel können Infusionen auch vom Schleusenzimmer aus gewechselt werden. Vitaldaten werden über Monitore sowohl im Patientenzimmer als auch in der Schleuse eingesehen. Wird ein Patient verlegt, sind seine gespeicherten Daten über tragbare Monitore sofort im neuen Zimmer verfügbar.

„Die bauliche Umsetzung war eine Herausforderung“, betont Dr. Peter Heinen, Geschäftsführer der medfacilities und verantwortlich für die Bauprojekte der Uniklinik Köln. „Es ist uns gelungen, ein besonders wohnliches Gestaltungskonzept in einem Intensivpflege-Umfeld umzusetzen.“ Die gesamte Ausstattung der Zimmer ist mit warmen Farben und Holz so gestaltet, dass sowohl eine einfache Desinfektion als auch eine wohnliche Atmosphäre sichergestellt sind. Das Gleiche gilt für den Aufenthaltsraum, in dem Angehörige empfangen werden können.

Das alles ist möglich, weil die Station auf der Ebene 4 des Bettenhauses direkt über dem Technikgeschoss eingerichtet wurde. „Nur so können wir die benötigten großen Luftmengen für die KMT bereitstellen“, erklärt Peter Heinen. Die neue zentrale Lage bietet weitere Vorteile: Durch die direkte Nähe zur anderen Intensivstation auf der gleichen Ebene können fachliche und personelle Synergien genutzt werden. Darüber hinaus ergeben sich durch die Lage kurze Wege zur Chirurgie und Radiologie. Intensivtherapie und Intermediate Care bilden so einen deutschlandweit einzigartigen, hochmodernen Komplex.

Zahlen & Fakten:
Kosten gesamt 5,6 Millionen Euro für Sanierung Ebene 4, einschließlich Intensivstation
Kosten Lüftungsanlage 1 Million Euro
Bauzeit 13 Monate
Projektlaufzeit Juni 2009 bis Juli 2010
Nutzfläche KMT rund 800 Quadratmeter

Für Rückfragen:
Ulrike Lörch
Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
medfacilities GmbH
Telefon: 0221 478-87964
E-Mail: ulrike.loerch@medfacilities.de

Anja Schattschneider
Uniklinik Köln
Stabsabteilung Kommunikation
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de