In der Folge vom 15. Juli 2025 des Medizin-Podcasts „Die Sprechstunde“ vom Deutschlandfunk (DLF) wird ein zentrales Thema der modernen Krebsbehandlung behandelt: Strahlentherapie gegen Krebs. Am Beispiel des 82-jährigen Walter Kogel, der an der Uniklinik Köln eine Serie von 34 Bestrahlungen wegen Prostatakrebs erhält, wird die Therapie anschaulich erklärt. Die Strahlentherapie ist bei dieser Krebsform eine häufige Behandlungsoption und dient oft als Alternative zur Operation. Sie basiert darauf, die DNA der Krebszellen gezielt zu schädigen – gesunde Zellen können sich im Vergleich deutlich besser regenerieren.
Ab Minute 8:50 erläutern Dr. Hendrik Dapper, Leitender Oberarzt der Klinik für Radioonkologie, und Mandy Wendland, MTR, den Ablauf einer Bestrahlung mit einem Linearbeschleuniger im Bestrahlungsraum. Die Behandlung ist hochpräzise, technisch anspruchsvoll – und dauert in Kogels Fall gerade einmal 1,8 Minuten. Als ehemaliger Ingenieur zeigt sich Kogel beeindruckt von der „Meisterleistung der Technik“ und fühlt sich im Team der Klinik gut aufgehoben.
Ein spezieller Anwendungsfall der Strahlentherapie wird ab Minute 30:19 thematisiert: Enddarmkrebs. Hier kommt die Strahlentherapie häufig bereits vor einer Operation zum Einsatz – oft in Kombination mit einer Chemotherapie. Das Ziel: die Nebenwirkungen zu reduzieren, die Rückfallrate zu senken und in bestimmten Fällen sogar ganz auf eine Operation verzichten zu können. Prof. Thomas Zander, internistischer Onkologe an der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, erläutert die individuelle Behandlungsstrategie bei dieser Erkrankung.
