Foto: stockWERK, Fotolia
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Klima im Blick – Umweltmanagement an der Uniklinik Köln

Als eine der ersten Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen führt die Uniklinik Köln ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach DIN EN ISO 50001 ein. Nahezu alle Bereiche der Klinik werden hierbei betrachtet und auf effizienten Umgang mit Ressourcen geprüft: Das Verhalten der Menschen im Gebäude („Licht aus, wenn Du gehst“) genauso wie die Anschaffung energieoptimierter Geräte oder verbesserte Einstellungen bei technischen Anlagen (Lüftung, Laborgeräte, etc.) – denn moderne Krankenversorgung, Forschung und Lehre findet naturgemäß in Hochleistungsgebäuden mit hohem Energieverbrauch statt. Alle Beschäftigten sollen angespornt werden, versteckte Energie-Einsparpotenziale zu erkennen und alle Möglichkeiten auszuschöpfen. 

800 Tonnen CO2 vermieden

Dass das sehr gut funktionieren kann, zeigt die kürzlich erfolgreich abgeschlossene Energiespar-Kampagne „KLIK Klimamanager für Kliniken“ für das ZMMK-Forschungsgebäude. In drei Jahren wurden rund 800 Tonnen klimaschädigendes CO2 eingespart. Die dort gesammelten Erfahrungen erleichtern die konzernweite Einführung des EnMS, für das die medfacilities Energie ein zehnköpfiges Team zusammengestellt hat. Dieses Energieteam besteht aus Entscheidern der Verwaltung, der Krankenpflege, des medizinischen Personals, aus Forschung und Lehre, Planung und Baumanagement, dem Betrieb sowie der Kommunikation. Die Vielfalt der vertretenen Unternehmensbereiche soll ermöglichen, jeden Bereich der Uniklinik zu überblicken und effiziente Maßnahmen auf den Weg zu bringen.

Weitere Informationen auf www.medfacilities.de/energie/

Umweltmanagement-News

Juni 2017 - Neuer Gebäudesteckbrief am Start
Fasst die wichtigsten Energie-Informationen zusammen: der Gebäudesteckbrief des ZMMK. Bild: medfacilities

Wer verbraucht was auf dem Campus der Uniklinik Köln? Für das Energiesparen ist diese Frage zentral. Um sie zu beantworten, hat das Tochterunternehmen medfacilities Energie für die verschiedenen Energieversorgungsbereiche der Uniklinik Köln Gebäudesteckbriefe entwickelt.

In insgesamt 40 Energieversorgungsbereichen, dass sind Gebäude mit gemeinsamer Versorgungs- und Zählerstruktur, werden die wichtigsten Informationen in Form von Steckbriefen zusammengefasst: Nutzungsart, Ansprechpartner, Nettogrundfläche und spezifische Energieverbräuche. Da die technische Ausstattung der Uniklinik-Gebäude einem sehr hohen Standard entspricht, müssen die jeweiligen Verbrauchsmengen genau analysiert und mit der Gebäudenutzung, den Arbeitszeiten oder den eingesetzten Großgeräten plausibilisiert werden. Dabei spielen objektive Bewertungsgrundlagen wie Energieleistungskennzahl und die Energieeinsparverordnung eine wichtige Rolle. Für Forschungsgebäude mit erwartungsgemäß höherem Verbrauch durch die angeschlossenen Geräte, Lüftung und Kühlung kann nicht von pauschalen Werten ausgegangen werden. Hier berechnen die Experten anhand der spezifischen Gebäudedaten einen individuellen Vergleichswert als Maßstab.

Sobald die Daten aller Versorgungsbereiche erfasst sind, können die größten Energieverbraucher genauer betrachtet und optimiert werden. Mittelfristig soll der Verbrauch in allen Energieversorgungsbereichen analysiert werden, damit Potenziale für das Einsparen von Energie identifiziert werden können. ul

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