16.12.2015
Neuer Professor

Altern und demenzielle Erkrankungen

Stiftungsprofessur der Marga und Walter Boll-Stiftung besetzt

Prof. Dr. Juraj Kukolja ist zum 1. Dezember 2015 von der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln zum Professor für Altern und demenzielle Erkrankungen ernannt worden. Gleichzeitig wird er als Oberarzt der Klinik für Neurologie der Uniklinik Köln das Zentrum für Gedächtnisstörungen weiter verstärken. Die Stiftungsprofessur wurde durch die Förderung der Marga und Walter Boll-Stiftung möglich.

Prof. Kukolja erforscht unter anderem die neuropharmakologischen Grundlagen der Behandlung von demenziellen Erkrankungen und nutzt Methoden wie die funktionelle Bildgebung, um Unterschiede zwischen gesundem Altern und demenziellen Entwicklungen besser zu verstehen. Ziel ist es hierbei, demenzielle Erkrankungen bereits vor ihrem Ausbruch diagnostizieren zu können.

„Die Uniklinik Köln nimmt seit Jahren eine Vorreiterrolle bei der Erforschung von Alterungsprozessen und altersassoziierten Erkrankungen ein“, so Prof. Dr. Gereon Fink, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie. „Die großzügige Förderung ermöglicht nun eine Stärkung der Alternsforschung unter translationalen Gesichtspunkten. Sie ermöglicht uns, die Brücke zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung zu Alterungsprozessen und demenziellen Erkrankungen zu schlagen“, so Prof. Fink weiter. Insbesondere sollen Aspekte der Vorbeugung und Heilung von altersabhängigen demenziellen Erkrankungen erforscht werden.

Prof. Kukolja ist 40 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder.

Hintergrund:

Der soziodemographische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen: schon jetzt leiden in Deutschland über eine Million Menschen an Demenz und die Anzahl der Neuerkrankungen beträgt etwa 200.000 pro Jahr.

Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit demenzieller Erkrankungen. Sie liegt bei den 65- bis 69-Jährigen bei weniger als zwei Prozent, steigt aber auf über 30 Prozent bei den über 90-Jährigen. In Anbetracht der stetig zunehmenden Lebenserwartung in unserer Gesellschaft wird dementsprechend die Anzahl der Demenzkranken weiter zunehmen, mit all den sich daraus ergebenden gravierenden sozialen und ökonomischen Konsequenzen.


Für Rückfragen:

Christoph Wanko
Pressesprecher Uniklinik Köln
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse@uk-koeln.de

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