04.10.2017
Personalia

Dermatologie unter neuer Leitung

Prof. von Stebut-Borschitz folgt dem Ruf an die Uniklinik Köln

Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz, Foto: Uniklinik Köln
Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz, Foto: Uniklinik Köln

Prof. Dr. Esther von Stebut-Borschitz ist ab dem 01.10.2017 neue Leiterin der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie an der Uniklinik Köln. Die Medizinerin tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. h. c. Thomas Krieg an, der die Klinik 26 Jahre lang geleitet hat und weiterhin als Dekan der Medizinischen Fakultät tätig sein wird.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Prof. von Stebut-Borschitz, die als neue Klinikdirektorin und Lehrstuhlinhaberin mit W3-Professur das gesamte Spektrum Dermatologie, Venerologie und Allergologie vertritt, liegt im Bereich der infektiösen und entzündlichen Dermatosen.

„In Köln freue ich mich besonders auf die enge interdisziplinäre Vernetzung zwischen den Kliniken, aber auch auf eine intensive Zusammenarbeit mit den benachbarten Instituten zur Grundlagenforschung. Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, die Infektions- und Entzündungsforschung in Köln weiter auszubauen und zu stärken“, sagt die Dermatologin.

Für ihre Forschungsarbeiten hat Prof. von Stebut-Borschitz mehrere Auszeichnungen und Preise erhalten, unter anderem die Schaudinn-Hoffmann-Plakette der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in 2015. Mit über 100 Publikationen in renommierten Journalen ist sie eine international bekannte Expertin, die für die Verbindung von Patientenversorgung mit immunologischer Forschung steht.

Auch die Ausbildung des ärztlichen und wissenschaftlichen Nachwuchses ist ihr ein besonderes Anliegen. Sie hat langjährige Erfahrung als Unterrichtsbeauftragte und Leiterin einer Graduiertenschule. „Ich möchte Begeisterung schaffen für das Fach Dermatologie und für akademisches Denken, das Hochleistungsmedizin mit Grundlagenforschung zum Wohle der Patienten verbindet“.

Die 49-Jährige gebürtige Hamburgerin studierte Humanmedizin an der Medizinischen Universität zu Lübeck. Dabei absolvierte sie unter anderem Famulaturen an der Harvard Universität in Boston (USA) und verbrachte ihr Praktisches Jahr am Inselspital in Bern (Schweiz).

Nach ihrer Zeit als Ärztin im Praktikum an der Hautklinik des Virchow Klinikums und der Charité Berlin war sie von 1996 bis 1997 an der Klinik für Dermatologie an der Charité als Assistenzärztin tätig. Anschließend ging sie für zweieinhalb Jahre für eine DFG-geförderte PostDoc-Stelle an die Dermatology Branch, National Cancer Institute, National Institutes of Health (Bethesda, USA).

Zurück in Deutschland, arbeitete sie ab 1999 als Assistenzärztin an der Klinik für Dermatologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo sie 2001 ihre Ausbildung zur Fachärztin für Dermatologie und Venerologie abschloss. Es folgten Zusatzbezeichnungen in Allergologie und Dermatopathologie, die Tätigkeit als Oberärztin und die Habilitation in 2004. Der Titel Ihrer Habilitationsschrift ist: „Die Bedeutung dendritischer Zellen für die Entwicklung von protektiver Immunität gegenüber der kutanen Leishmaniose“.

Seit 2009 hatte sie eine W2-Professur für Infektionsdermatologie inne, zudem leitete sie seit 2012 als akademische Direktorin die Graduiertenschule für Translationale Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Prof. von Stebut-Borschitz ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung (ADF), deren Präsidentin sie über vier Jahre war. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Infektiologie (ADI) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Derzeit ist sie zudem Mitglied des Senats- und Bewilligungsausschusses für Graduiertenkollegs der DFG sowie der ständigen Senatskommissionen zu Grundsatzfragen der klinischen Forschung und der tierexperimentellen Forschung.

Die Medizinerin ist verheiratet und hat einen neunjährigen Sohn.

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