25.10.2017
Ehrung

Dr. Rada-Iglesias neuer EMBO-Young Investigator

CMMC-Nachwuchswissenschaftler ausgewählt

Dr. Alvaro Rada-Iglesias, Foto: Uniklinik Köln
Dr. Alvaro Rada-Iglesias, Foto: Uniklinik Köln

Dr. Alvaro Rada-Iglesias, Nachwuchsgruppenleiter am Center for Molecular Medicine Cologne (CMMC) der Uniklinik Köln und der Universität zu Köln, ist als einer von 28 Nachwuchswissenschaftlern aus elf Ländern in das EMBO Young Investigator Programm aufgenommen worden. Das dreijährige Programm ist mit 15.000 Euro dotiert und bietet Unterstützung für wissenschaftliche Karrieren in den Lebenswissenschaften. Nur die europaweit besten Forscher unter 40 Jahren mit außerordentlichem wissenschaftlichem Potential werden aufgenommen. Dr. Rada-Iglesias untersucht mit seiner Forschungsgruppe unter anderem die zugrundeliegenden genetischen Prinzipien bei der Entstehung von menschlichen Erbkrankheiten.

Die Embryonalentwicklung (Embryogenese) von Säugetieren ist ein fein geregelter Prozess, bei dem sich Myriaden von Zellen, Gewebe und Organe nach einem fest definierten Muster formieren. Obwohl alle Zellen dieselbe genetische Information tragen, zeigt doch jeder Zelltyp einzigartige Eigenschaften, die sich in seinem individuellen Genexpressionsmuster darstellen lassen. Mittlerweile ist weitgehend anerkannt, dass die unterschiedlichen zelltyp-spezifischen Genexpressionsprogramme sehr stark von einer Gruppe distaler Regulationselemente, den sogenannten Enhancern abhängen. Dabei handelt es sich um kurze DNA-Sequenzen außerhalb von Genen, die kontrollieren wann und wo Gene exprimiert werden müssen. Darüber hinaus gibt es zunehmend mehr Hinweise, dass Störungen in der regulatorischen Aktivität oder Topologie der Enhancer-Landschaft aufgrund von genetischen beziehungsweise strukturellen Variationen eine wesentliche Ursache für menschliche Erkrankungen sein können.

Dr. Rada-Iglesias widmet sich mit seiner Forschungsgruppe den entwicklungsrelevanten Enhancer-Elementen hinsichtlich ihrer funktionalen und mechanistischen Charakteristika. Er richtet sein Augenmerk dabei vor allem auf die transkriptionalen regulatorischen Prinzipien, denen die Embryogenese von Säugetieren unterliegt, sowie auf die Aufklärung der genetischen und epigenetischen Basis menschlicher Erbkrankheiten. Die Aufnahme in das EMBO-Programm ist eine große Anerkennung für die Leistungen der Forschungsgruppe um Dr. Rada-Iglesias und bietet seinem Team Zugang zu einem großen wissenschaftlichen Netzwerk mit zahlreichen Kooperationsmöglichkeiten sowie weiteren Fördermöglichkeiten wie Trainings oder Workshops.

Der gebürtige Spanier setzte nach einem Forschungsaufenthalt als Post-Doktorand im Stanford (USA) 2013 seine Karriere als unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter im CMMC fort und ist in Köln unter anderem im Exzellenz-Cluster CECAD und SFB 829 eingebunden.

Das CMMC schafft optimale Forschungsbedingungen für Wissenschaftler. Die Unterstützung für Nachwuchsgruppen, wie die von Dr. Rada-Iglesias, beinhaltet neben einem großzügigen Budget auch die Bereitstellung von modernen hochtechnisierten Laboren sowie ausgezeichnete Forschungsstrukturen, Kommunikationsplattformen und Fortbildungsangebote.

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