04.11.2008

Priorisierung und Rationierung im Gesundheitswesen

Die Finanzierung des Gesundheitssystems ist dadurch belastet, dass die Kosten seit Jahren immer schneller steigen als die Erlöse.

Die Finanzierung des Gesundheitssystems ist dadurch belastet, dass die Kosten seit Jahren immer schneller steigen als die Erlöse. Der Kostendruck hat bereits zu Rationierungen der medizinischen Leistungen geführt, die derzeit verdeckt und unstrukturiert erfolgen. Dies wird von den Patienten und der breiten Öffentlichkeit zunehmend erlebt. In die Entscheidung eines Arztes, einem Patienten eine medizinisch mögliche, jedoch teuere diagnostische oder therapeutische Maßnahme vorzuenthalten, fließen nicht nur medizinische und ökonomische, sondern auch juristische und ethische Aspekte ein, die bei der Einzelfallentscheidung für den Arzt oft nicht in Deckung zu bringen sind. Daher ist eine breite Diskussion zur Erzielung eines gesellschaftlichen Konsenses über das anzustrebende Niveau der medizinischen Versorgung der Bevölkerung und hierauf basierend die Formulierung von Entscheidungsnormen notwendig.

Am 08.11.2008 findet im Maternushaus eine Podiumsdiskussion statt,
bei der aus unterschiedlichen Blickwinkeln thematisiert werden soll:

  • dass Rationierungen im Gesundheitswesen stattfinden,
  • wie solche Rationierungen aus medizinischer, ethischer, juristischer und
    gesundheitspolitischer Sicht bewertet werden und
  • welche medizinischen, ethischen, juristischen und ökonomischen Normen und Vorgaben
    den Ärzten als Entscheidungshilfe im Einzelfall an die Hand gegeben werden.

Im Rahmen der Fortbildung Radiologischer Diagnostik Therapiemontoring mit bildgebenen Verfahren

Podiumsdiskussion:
Priorisierung und Rationierung im Gesundheitswesen, Maternushaus, Kardinal-Frings-Straße 1 – 3, 50668 Köln
8. November 2008, 11:00 – 13:00 Uhr
Diskussionsteilnehmer:

  • Prof. Dr. med. E. Fiedler, Institut für Gesundheitsökonomie
    und klinische Epidemiologie der Universität zu Köln
  • Prof. Dr. jur. Ch. Katzenmeier, Direktor des Instituts für Medizinrecht,
    Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
  • Dr. med. R. Koschorrek, MdB, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit des Bundestages
  • Prof. Dr. med. K. Lackner, Direktor des Instituts und der Poliklinik für Radiologische Diagnostik der Universität zu Köln
  • Prof. Dr. rer. nat. W. Lehmacher, Vorsitzender der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, Direktor des Institutes für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie der Universität zu Köln
  • Prof. Dr. med. P. Mallmann, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und
    Geburtshilfe des Klinikums der Universität zu Köln

Für Rückfragen:
Univ.-Prof. Dr. Klaus-Jürgen Lackner
Radiologie
Telefon: 0221 478 4200

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