12.11.2008

Voller Erfolg: Kölner Infarkt Modell KIM nach 2000 Patienten

Von 120 auf 90 Minuten konnte KIM diese Zeit in Köln innerhalb von drei Jahren senken

„Ein voller Erfolg ist die deutliche Verkürzung der Zeitspanne, in der ein Betroffener nach Herzinfarkt eine Behandlung im Interventionszentrum erhält: Von 120 auf 90 Minuten konnte KIM diese Zeit in Köln innerhalb von drei Jahren senken,“ freut sich Prof. Hans Wilhelm Höpp, Vorstandsvorsitzender von KIM e.V. und Stellvertretender Direktor der Klinik III für Innere Medizin der Uniklinik Köln bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2007. Im September 2008 wurde der 2000. Patient nach Myokardinfarkt durch KIM versorgt. Neben 1430 Kölnerinnen und Kölnern profitierten auch über 500 Nicht-Kölner von diesem Strukturmodell.

Doch dieser Erfolg muss täglich neu erarbeitet werden. So griffen Patienten bzw. deren Angehörige nach der Großkampagne „Kölner Herztag“ deutlich schneller zu Telefon, um die 112 zu wählen – aber dieser Effekt ist erwartungsgemäß nicht von langer Dauer. Nach nunmehr einem Jahr ist das alte Niveau von im Mittel über sechs Stunden zwischen Symptombeginn und dem Anruf beim Rettungsdienst nahezu wieder erreicht: Grund genug, erneut zu appellieren: Schnellstmöglich 112 = bestmöglich überleben!

Prof. Alex Lechleuthner, Mitglied des KIM- Lenkungsausschusses und Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Köln, blickte bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2007 in die Zukunft: „Gerade haben wir das Projekt defiKÖLN gestartet, welches Defibrillatoren an vielen öffentlichen Bereiches zugänglich macht. Diese technische Voraussetzung wird zusammen mit der offensiven Information der Kölner Bürgerinnen und Bürger dazu führen, dass auch Infarktpatienten mit einem frühen Herzstillstand häufiger als bisher die Klinik sicher erreichen. In 2009 werden wir mit dem von KIM initiierten Projekt „defiKÖLN“ ein international einmaliges „Gesamtverorgungskonzept akuter Herzinfarkt“ in Gänze umgesetzt haben.“

KIM funktioniert, da sich hier alle Akutkliniken Kölns über Wettbewerbsinteressen hinweg zusammen-geschlossen haben. Neben dem Rettungsdienst sind in KIM fünf interventionelle Zentren, elf Krankenhäuser der Regelversorgung und die Notfallambulanzen der ganzen Stadt optimal vernetzt. KIM e.V. finanziert sich ausschließlich aus Vereinsbeiträgen der Kliniken.

Der akute Herzinfarkt ist Folge des plötzlichen Verschlusses eines Herzkranzgefäßes. In einer Millionenstadt wie Köln erleiden täglich etwa fünf Menschen ein solch lebensbedrohliches Akutereignis. Den Jahresbericht von KIM finden Sie online unter: www.koelner-infarktmodell.de/

Für Rückfragen:
Sina Vogt
Leiterin Stabsstelle Kommunikation Uniklinik Köln
Telefon: 0221 478 5548
E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de

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