30.04.2018
Förderung von Forschungsbauten

Wissenschaftsrat empfiehlt Bau von Zentrum für Stoffwechselforschung in Köln

Mögliche Fördersumme: 47 Mio. Euro – Endgültige Entscheidung im Juni 2018

Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Edgar Schömig, NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Dekan Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Krieg beim Antrittsbesuch der Ministerin im Februar 2018 (v.l.), Foto: Uniklinik Köln
Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Edgar Schömig, NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Dekan Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Krieg beim Antrittsbesuch der Ministerin im Februar 2018 (v.l.), Foto: Uniklinik Köln

Der Wissenschaftsrat hat sich am Freitag (27.04.2018) für die Förderung von zwei neuen Forschungsbauten in Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Rund 65 Millionen Euro sollen an die Universität Düsseldorf und das Universitätsklinikum Köln gehen. Im Falle einer positiven Entscheidung flössen 47 Millionen nach Köln. Dort soll ein Zentrum für Stoffwechselforschung (ZFS) entstehen.

„Beide Bauvorhaben betreffen Forschungsfelder, die auch von großer gesellschaftlicher Bedeutung sind. Die Empfehlung des Wissenschaftsrats ist eine Bestätigung für die exzellente Arbeit der Forscherinnen und Forscher – und für die Leistungsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Nordrhein-Westfalen“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Die Forschungsprogrammatik des Zentrums für Stoffwechselforschung (ZFS) erfasst Adipositas und moderates Übergewicht als Ursache von Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Schlaganfall. Darüber hinaus wird Adipositas auch als möglicher Risikofaktor für Krebs und neurodegenerative Erkrankungen untersucht. Ziel ist es, Stoffwechselerkrankungen - und damit auch Folgeerkrankungen - durch die Entwicklung neuer Therapien zu verhindern und zu beheben.

„Wir begrüßen sehr, dass der Wissenschaftsrat die Förderung des neuen Zentrums für Stoffwechselforschung in Köln empfiehlt. Für die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln und die Uniklinik Köln ist dies ein großer Erfolg. Dieser wird die internationale Sichtbarkeit der Stoffwechselforschung aus Köln weiter erhöhen“, kommentiert Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Krieg, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln.

„Auch die klinische Versorgung profitiert mittelfristig von verbesserten Forschungsbedingungen. Erkenntnisse aus dem neuen Zentrum für Stoffwechselforschung werden zukünftig unseren Patienten in Form von neuen Therapiemöglichkeiten zugutekommen. Das Zentrum passt optimal zu unserem bereits etablierten Schwerpunkt zur Erforschung und Behandlung altersassoziierter Erkrankungen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Uniklinik Köln, Univ.-Prof. Dr. Edgar Schömig.

Das Projekt hat sich in einem bundesweiten Wettbewerb durchgesetzt. Insgesamt hat der Wissenschaftsrat 13 Forschungsbauten zur Förderung empfohlen. Die Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen ist Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern. Förderfähig sind nur Vorhaben, die der überregional bedeutsamen Forschung dienen. Dabei ist zunächst eine Begutachtung der von den Ländern eingereichten Anträge durch den Wissenschaftsrat vorgesehen. Auf dieser Basis entscheidet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) abschließend über die Aufnahme in die Förderung.

Die Gelder kommen zu gleichen Teilen vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen. Die endgültige Entscheidung trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK), die voraussichtlich im Juni 2018 tagt.

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