Förderphase NUM 2.0
NUM-Studien mit Projektbeteiligung der Uniklinik Köln
Betrieb der Infrastruktur des Aktin Notaufnahmeregisters
Mit Beginn des NUM zielte das Projekt AKTIN-EZV darauf ab, die AKTIN-Infrastruktur zu verbreiten und zur Analyse von Notaufnahmedaten beizutragen. 2022 wurde AKTIN zu einer NUM-Infrastruktur (AKTIN@NUM). Darauf aufbauend wurde 2023 mit dem Start von AKTIN 2.0 das zweite Projekt eingeleitet, welches sich der weiten Verbreitung widmet und zum Ziel hat weitere Notaufnahmen einzubinden, um eine bundesweite Infrastruktur auszubauen.
Das AKTIN-Notaufnahmeregister ist eine standardisierte elektronische Infrastruktur, mit welcher Daten, die während der Patientenversorgung in der Notaufnahme elektronisch erhoben werden, für die Gesundheitsberichterstattung, Qualitätssicherung und Versorgungsforschung verfügbar gemacht werden.
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COVID-19 Data Exchange Platform
Mit dem Projekt CODEX+ wurde die CODEX-Plattform der ersten Förderphase um technische und organisatorische Aspekte, sowie weitere Komponenten und eine Beratungsinfrastruktur für Netzwerkpartner entwickelt. CODEX+ wurde wie CODEX auf den Strukturen der Medizininformatikinitiative aufgesetzt.
Die in den NUM-Projekten entwickelten Lösungen wurden in die bereits etablierten Strukturen integriert. An verschiedenen Beispielanwendungen wurden Konzepte, Methoden und Komponenten entwickelt, um diese digitalen Tools effektiv und effizient auch zukünftig bundesweit einsetzen und betreiben zu können.
Die CODEX-Plattform ist in die NUM-Routinedatenplattform (NUM-RDP) und die NUM klinische Epidemiologie- und Studienplattform (NUKLEUS) überführt worden.
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Collateral Effects of Pandemics
In dem Projekt CollPan werden in der zweiten NUM-Förderphase die gesundheitlichen Kollateraleffekte von Pandemien sowie beeinflussende Faktoren untersucht.
Eine bundesweite Plattform zur evidenzbasierten und nachhaltigen Forschung zu Kollateraleffekten der COVID-Pandemie soll aufgebaut und für zukünftige Pandemien und Krisen etabliert werden.
CollPan hat zum Ziel die Kollateraleffekte abzubilden, die Faktoren, die die Anfälligkeit und Widerstandsfähigkeit beeinflussen, darzustellen und verfügbaren Maßnahmen zur Abschwächung von Kollateraleffekten zu systematisieren. Drei Themenfelder werden dabei adressiert: die Allgemeinbevölkerung werden ausgewählte, besonders von Kollateraleffekten betroffenen Patientengruppen und Mitarbeitende in Gesundheits- und Wissenschaftsinstitutionen (Themenfeld 3).
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COVID-19 Forschungsplattform für Kinder und Jugendliche
Das NUM-Projekt coverCHILD hat sich in einem interdisziplinären Ansatz mit der Situation von Kindern, Jugendlichen und Familien in Zeiten der Corona-Pandemie auseinandergesetzt. Hierbei stand die Erforschung der psychischen, körperlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie, sowie die Entwicklung präventiver und therapeutischer Ansätze, im Vordergrund. Um in zukünftigen Krisen die gesundheitlichen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besser schützen zu können, wurden im Rahmen des Projektes Grundlagen für die notwendige Forschungsinfrastruktur entwickelt, um geeignete Daten zu Gesundheit und Wohlergehen von Kindern in Krisenzeiten jederzeit erheben und analysieren zu können und damit politische Entscheidungsprozesse unterstützen zu können.
Dr. Annic Weyersberg ist gemeinsam mit Frau Prof. Ulrike Ravens-Sieberer (Hamburg) und Prof. Reinhard Berner (Dresden) Sprecherin des Projektes, leitete die Arbeitspakete 1 (Koordination, Steuerung und Implementierung) und 9 (Ethische Folgenabschätzung) und koordinierte gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Prof. Dr. Ulrike Ravens-Sieberer) und dem Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (Prof. Dr. Reinhard Berner) das Projekt „coverCHILD“. Univ.-Prof. Dr. Stephan Bender ist Mitglied des coverCHILD Steuerungsgremiums und leitete die Arbeitspakete 3 (Prävention und Intervention) und 10 (Knowledge Exchange Hub) in coverCHILD.
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COllaborative IMmunity Platform of the NUM.
In der ersten Förderperiode haben die COVIM-Forscher entscheidende Aspekte einer SARS-CoV-2-Immunität durch Infektion und Impfung aufgedeckt. Dazu wurden Strukturen für die Analyse und Nutzbarmachung von Immunprinzipien für klinische Anwendungen geschaffen.
Nun wird das Ziel verfolgt, eine kohärente und skalierbare Infrastruktur für die rasche Erfassung und Analyse von Proben und Daten zur Immunität gegen SARS-CoV-2 und künftige pathogene Bedrohungen sowohl auf individueller als auch auf Bevölkerungsebene aufzubauen. Außerdem sollen Plattformen für die schnelle Entwicklung und klinische Prüfung immunologischer Behandlungsstrategien bereitgestellt werden.
COVIM 2.0 vereint die Expertise aus den Bereichen Immunologie, Virologie, klinische Infektionskrankheiten, Epidemiologie und Datenwissenschaft von 22 NUM-Standorten und fünf assoziierten Partnern. Das Projekt steht weiterhin unter der Leitung von Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Köln, und Prof. Dr. Leif Erik Sander, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité Berlin.
Das Gesamtprojekt ist eng in die bestehende und neu entstehende NUM-Infrastruktur eingebettet und kooperiert mit mehreren NUM-Plattformen (NUM-RDP, NUKLEUS) und Projekten der Forschungslinie (CODEX+, NAPKON 2.0, NAPKON-TIP, PREPARED, NATON, COVerCHILD).
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Nationales Pandemie Kohorten Netz
Mit NAPKON wurde ein zukunftsfähiges Netzwerk etabliert, das im Falle künftiger medizinischer Herausforderungen zügig fach- und standortübergreifend zusammenarbeiten kann.
Ziele der Fortführung mit dem Projekt NAPKON 2.0 sind es, die bestehenden Kohorten auf seltene Patientengruppen, Kontrollen und neue Krankheitsphänotypen zu erweitern, neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Pathophysiologie von COVID-19 und des Post-COVID-Syndroms durch die Analyse der in NAPKON gesammelten klinischen Daten und Bioproben zu gewinnen und die Zusammenarbeit mit anderen NUM-Projekten weiter zu verbessern.
NAPKON ist eng verzahnt mit dem Infrastrukturprojekt NUKLEUS.
Folgeprojekte in der Forschungslinie der zweiten NUM-Förderphase sind NAPKON-TIP und NAPKON-TIP: RAPID-Trial.
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Die NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform
NUKLEUS (NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform) entstand aus zwei Teilprojekten der ersten NUM-Förderphase: dem Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON) und der Covid-19 Data Exchange Platform (CODEX).
Im Januar 2022 wurde die Forschungsinfrastruktur NUKLEUS erfolgreich eingerichtet und vollständig in Betrieb genommen. Dabei geht es darum, bei der Planung, Durchführung und Auswertung von großangelegten klinischen und epidemiologischen Studien, die im Rahmen des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) durchgeführt werden, qualitativ hochwertige Daten, Bioproben und Analyseergebnisse auf breiter Basis zur Verfügung zu stellen.
NUKLEUS umfasst die gesamte Prozesskette der Studienunterstützung von Studiendesign, Einbindung der Studienzentren, Umsetzung der ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung, Studieninitiierung, Daten- und Bioproben-Management, fairer Nutzung der gewonnenen Daten und Bioproben, Datenanalyse bis hin zur Datennachnutzung
Prof. Dr. Jörg Janne Vehreschild, Leiter der Arbeitsgruppe Kohorten in der Infektionsforschung der Uniklinik Köln, leitet gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg (Prof. Dr. Peter Heuschmann, Leiter des Lehrstuhls Klinische Epidemiologie und Biometrie der Universität Würzburg) und dem Universitätsklinikum Göttingen (Prof. Dr. Dagmar Krefting, Direktorin des Instituts für Medizinische Informatik der UMG) das Infrastrukturprojekt NUKLEUS.
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Infektionsmedizinisches Screeningprogramm des Netzwerks Universitätsmedizin für Flüchtlinge aus der Ukraine
Als Erweiterung des Projektes NAPKON 2.0 und unter Nutzung der Plattform Nukleus wurde in der zweiten NUM-Förderphase das Forschungsprojekt NU(M)KRAINE als ad-hoc-Projekt durchgeführt.
Um Informationen über spezifische medizinische Bedürfnisse und die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten zu untersuchen, war das Ziel u.a. die Durchführung eines Screeningprogramms für Geflüchtete aus der Ukraine. In der Studie wurde die Prävalenz von Infektionskrankheiten und der Immunstatus impfpräventabler Erkrankungen bestimmt. Die erhobenen Daten ermöglichten die Identifizierung spezifischer medizinischer Bedürfnisse der geflüchteten Kinder, Jugendliche und Erwachsenen. sowie die Formulierung von Empfehlungen für Akteure im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Politik.
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Routinedatenplattform und Netzwerk der Datenintegrationszentren der Universitätsmedizin
Auch in der Medizin nimmt die Digitalisierung zu und es werden immer größere Datenmengen generiert. Daher müssen Routinedaten aus der medizinischen Versorgung effizient, sicher und innovationsfördernd erschlossen, für die medizinische Forschung bereitgestellt und zur Beantwortung medizinischer Fragestellungen genutzt werden. Im Rahmen der Medizininformatik Initiative wurden bereits erste Datenintegrationszentren (DIZ) an den Standorten der Universitätskliniken aufgebaut. Diese werden nun erweitert und ausgebaut. Die NUM-DIZ bilden die dezentralen technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die standortübergreifende Nutzung von Routinedaten zwischen Patientenversorgung und medizinischer Forschung für viele bestehende und zukünftige Forschungsprojekte über alle NUM-Standorte hinweg.
Ziel der NUM-Routinedatenplattform (NUM-RDP) ist es, auf der Grundlage der Vorarbeiten von CODEX, eine generische Plattform für die Nutzung und den Austausch umfassender multizentrischer Datensätze aus der klinischen Routinedokumentation, der Bildgebung und der Bioprobenentnahme für sekundäre Zwecke bereitzustellen. Das NUM-RDP bezieht seine Daten von den lokalen Datenintegrationszentren (DIZ) an den jeweiligen Standorten der Universitätskliniken und weiteren nicht-universitären Partnern.
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NUM-Studiennetzwerk mit integriertem Fachnetzwerk Infektionen
Mit dem NUM-Studiennetzwerk (NUM-SN) soll eine effektive Systematik der Zusammenarbeit im Bereich klinischer und klinisch-epidemiologischer Studien entwickelt werden. Dadurch können mehr Studien in kürzerer Zeit initiiert und die Qualität der Erhebung von Daten und Bioproben verbessert werden. In das NUM-SN werden Fachnetzwerke integriert, die verschiedene Erkrankungen und Fachbereiche abdecken.
Begonnen wird mit dem Fachnetzwerk Infektionen, welches den Fokus auf Erkrankungen in der Infektiologie legt. Die Pilotierung des NUM-SN und Fachnetzwerk Infektionen startete am Standort Köln im Januar 2025 und läuft bis zum Ende der zweiten Förderphase des NUM. In der dritten Förderphase soll das NUM-SN mit dem Fachnetzwerk Infektionen fortgeführt und um neue Fachnetzwerke erweitert werden. Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD), übernimmt die lokale Leitung des NUM-SN am Standort Köln. Univ.-Prof. Dr. Dr. Jan Rybniker, Leiter des Schwerpunktes für Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin, ist verantwortlich für die lokale Leitung des Fachnetzwerk Infektionen. Ebenfalls federführend im Fachnetzwerk Infektionen beteiligt ist Prof. Dr. Clara Lehmann vom Schwerpunkt für Klinische Infektiologie.
Weitere zentrale Partner im Fachnetzwerk Infektionen am Standort Köln sind das Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Jonathan Jantsch), das Institut für Virologie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Florian Klein), das Institut für klinische Chemie (Direktor: Univ.-Prof. Dr. Thomas Streichert), die Zentrale Krankenhaushygiene (Leitung: Dr. Janine Zweigner) und das Medical Data Integration Center (MeDIC) (Leitung Datenintegrationszentrum (DIZ) und HiGHmed-Standortsprecher: Univ.-Prof. Dr. Andreas Beyer).
Das NUM-SN baut auf den Strukturen „Nationales Pandemie Kohorten Netz (NAPKON)“ und „NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform (NUKLEUS)“ auf.
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PREparedness and PAndemic REsponse in Deutschland
Abgestimmte Infrastrukturen für die strukturierte, konsentierte Datenerhebung und Modellierung des pandemischen Verlaufs, eine koordinierte und zügige Evidenzsynthese und eine direkt und rasch anschließende Ableitung multiperspektivischer Empfehlungen sind essentiell für eine pandemische Resilienz.
Um im Sinne der „Pandemic Prepardness“ besser vorbereitet zu sein und mit dem heutigen Wissen anders agieren zu können als zu Beginn der COVID-19-Pandemie, ist das übergeordnete Ziel von PREPARED die Entwicklung eines Konzepts für eine umfassend realisierbare, kooperative, adaptierbare und nachhaltige Infrastruktur für das Pandemie-Management und die Pandemie-Vorbereitung.
In PREPARED werden Ergebnisse aus NUM-Projekten der ersten Förderphase aufgegriffen (egePan Unimed, B-FAST und CEO-sys).
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Radiological Cooperative Network zur COVID-19 Pandemie
Die in der ersten NUM-Förderphase entwickelte RACOON-Infrastruktur wird in der zweiten NUM-Förderphase fortgeführt und mit dem Ziel die Funktionalität zu verbessern ausgebaut.
RACOON Combine ist der erste Use Case, der auf der etablierten RACOON-Infrastruktur aufbaut. Es ist vorgesehen, den aktuellen Bestand an verfügbaren Bilddaten aller Partnerstandorte zu erweitern. Darüber hinaus werden zusätzliche Thorax-Bilddatensätze eingeschlossen und als Neuerung gegenüber RACOON pädiatrische Bildgebung, Neurobildgebung und kardiovaskuläre Bildgebung miteingeschlossen.
Das Hauptziel ist die Entwicklung und Umsetzung einer Pipeline für die Extraktion COVID-spezifischer, prädiktiver und prognostischer quantitativer Bildgebungs-Biomarker, um eine umfassende Phänotypisierung sowohl von der Erkrankung als auch von dem körperlichen Zustand und Begleiterkrankungen der Erkrankten zu ermöglichen. Die prädiktiven und prognostischen Informationen können die Behandlung verbessern und das Verständnis der verschiedenen COVID-19-Krankheitsmuster und des krankheitsspezifischen Organ-Crosstalks verbessern.
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Universitäres Telemedizin Netzwerk
In den deutschen Universitätskliniken werden diverse Dateninfrastrukturen und –netzwerke genutzt, sodass die telemedizinische Infrastruktur eine hohe Heterogenität aufweist. Dies soll überwunden werden, indem mit dem NUM-Forschungsprojekt UTN die Grundlagen für eine nationale standardisierte elektronische Datenerfassung mittels Telemedizin geschaffen wird. Vor dem Hintergrund der bereits vorhandenen telemedizinischen Dateninfrastrukturen und -netze an Universitätskliniken wird UTN auf diesen bestehenden Systemen aufbauen und sie in die neue Struktur integrieren. Standards für bestehende telemedizinische Strukturen sollen formuliert werden.