30.03.2017
Ehrung

Professor Hallek für Leukämie-Forschung geehrt

Prof. Dr. Michael Hallek, Foto: Uniklinik Köln
Prof. Dr. Michael Hallek, Foto: Uniklinik Köln

Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin und Vorstandsvorsitzender des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) an der Uniklinik Köln, ist gestern (29.03.2017) in Stuttgart mit dem diesjährigen Arthur Burkhardt-Preis ausgezeichnet worden. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis erhält der renommierte, mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftler für seine wegweisende Forschung zur Behandlung von Leukämie.

Prof. Hallek hat spezifische molekulare Therapien für Leukämieerkrankungen entwickelt, die die Heilungschancen der betroffenen Patienten signifikant erhöhen und vielen anderen Forschern wichtige Impulse gegeben haben. Dabei verlor er nie den Menschen hinter dem Molekül aus den Augen, heißt es in der Begründung der Arthur Burkhardt-Stiftung. Diese ehrt jährlich namhafte Wissenschaftler, die sich in den Geistes- und Naturwissenschaften besonders durch interdisziplinäre Forschung hervorgetan haben.

Der Mediziner ist seit 2003 Direktor der Klinik I für Innere Medizin an die Uniklinik Köln. Kurz darauf gründete er das Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn (CIO) und machte daraus eines der größten onkologischen Spitzenzentren in Deutschland. Prof. Hallek leitet zudem die von ihm 1996 gegründete Deutsche CLL-Studiengruppe, die international führende Gruppe zur Erforschung neuer Behandlungen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL).

Medizin studierte Prof. Hallek zwischen 1985 und 1990 in Regensburg, München und Paris. In den 1990er Jahren arbeitete er zwei Jahre als Postdoktorand am Dana-Farber-Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston. Prof. Hallek erhielt zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen, zuletzt den Deutschen Krebspreis 2017 für Klinische Forschung.

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