16.11.2016
Führender Krebsmediziner geehrt

Walter-Siegenthaler-Medaille für Prof. Dr. Michael Hallek

Preisträger Prof. Dr. Michael Hallek mit Laudator Prof. Dr. Ulrich Jäger (li.) und Prof. Dr. Erland Erdmann (re.), Präsident der Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin
Preisträger Prof. Dr. Michael Hallek mit Laudator Prof. Dr. Ulrich Jäger (li.) und Prof. Dr. Erland Erdmann (re.), Präsident der Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin Bildrechte: massmedia, Köln - Abdruck honorarfrei

Die Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin hat die „Walter-Siegenthaler-Medaille in Gold" an Prof. Dr. Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln, verliehen. Mit dem Preis zeichnet die Gesellschaft die hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen von Prof. Hallek als Arzt, Forscher und Hochschullehrer auf dem Gebiet der Translationalen Medizin aus. Die Auszeichnung wird von der Fachgesellschaft alle zwei Jahre im Rahmen eines Kongresses in Köln vergeben und richtet sich an herausragende Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum. 

In seiner Laudatio würdigte Prof. Dr. Ulrich Jäger, Leiter der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der Wiener Universitätsklinik, insbesondere die Forschungsleistungen des Preisträgers. Vor allem eine Arbeit zur Diagnostik und Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL), die 2008 publiziert wurde, sei heute in Fachkreisen bekannt als „Hallek-Guidelines“. Zusammen mit den Forschungserfolgen der 1996 von Prof. Hallek gegründeten und geführten Deutschen CLL Studiengruppe (DCLLSG) werde er einen großen Fußabdruck in der wissenschaftlichen Welt hinterlassen. Die DCLLSG ist heute weltweit die größte Studiengruppe, die zu dieser häufig vorkommenden Leukämieform forscht.

Prof. Hallek kam 2003 an die Uniklinik Köln und leitet seither die Klinik I für Innere Medizin. Kurz darauf gründete er das Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn und baute es zu einem der größten onkologischen Spitzenzentren in Deutschland auf. Neben zahlreichen Ehrungen und Ämtern ist er auch Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Hintergrund:

Die "Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin" – bis 1992 "Gesellschaft für Fortschritte auf dem Gebiet der Inneren Medizin" – ist eine wissenschaftliche Gesellschaft, die zunächst nach ihrem Gründer auch "Ludwig-Heilmeyer-Gesellschaft" benannt wurde und seit 2011 als eingetragener gemeinnütziger Verein den Namen "Walter-Siegenthaler-Gesellschaft" trägt. Ziel der Gesellschaft ist es, klinische und wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet der Inneren Medizin und ihrer Grenzgebiete zu erörtern und den Dialog in diesen Bereichen zu fördern.

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