Förderphase NUM 3.0
NUM-Studien mit Projektbeteiligung der Uniklinik Köln
NUM-Plattform für AKuT-, Internsiv- und Notfallmedizin
Auch in der dritten Förderphase wird die Infrastruktur AKTIN und das darauf aufbauende Notaufnahmeregister, basierend auf den Vorarbeiten in NUM 1.0 und NUM 2.0, mit Kölner Beteiligung fortgesetzt.
Ziel ist die Verbesserung und Beschleunigung der Datenverfügbarkeit für die Gesundheitsberichterstattung und Versorgungsforschung sowie die Optimierung des Qualitätsmanagements in den Notaufnahmen sowie in der Akut- und Notfallmedizin.
Deutschlandweit nehmen Notaufnahmen und Notfallzentren aus dem universitären als auch nicht-universitären Bereich teil, darunter auch Kindernotaufnahmen.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Burst, Ärztlicher Leiter der Notfallmedizin der Uniklinik Köln, ist die Uniklinik Köln aktiv an AKTIN beteiligt.
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Netzwerk der Datenintegrationszentren der Universitätsmedizin
Die Digitalisierung der Medizin führt zu wachsenden Datenmengen, welche sicher und effizient für Forschung und Versorgung standortübergreifend nutzbar gemacht werden müssen. Hier setzen die NUM-Datenintegrationszentren (DIZ) an. Aufbauend auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative unterstützen sie die Datenbereitstellung sowie die Integration und Analyse medizinischer Daten.
In zahlreichen NUM-Forschungsprojekten (wie zum Beispiel dem Studiennetzwerk Infektionen) werden Daten aus der Routineversorgung nutzbar gemacht, um gemeinsam das Ziel zu verfolgen, jeder Patientin / jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.
Am Standort Köln wird das DIZ von Univ.-Prof. Dr. Andreas Beyer, Leitung Medical Data Integration Center (MeDIC) und HiGHmed-Standortsprecher, geleitet.
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NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform
Die Forschungsinfrastruktur NUKLEUS (NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform) unterstützt Forschende in der Planung, Durchführung und Auswertung von großangelegten klinischen und epidemiologischen Studien, die im Rahmen des Netzwerk Universitätsmedizin durchgeführt werden.
Das bundesweite Netzwerk von Ärztinnen und Ärzten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern fördert und erleichtert den Austausch zwischen den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen und Versorgungsebenen.
Um akute medizinische Fragestellungen schnell zu untersuchen und belastbare Antworten zu generieren, sollen Studien innerhalb weniger Wochen in hoher Qualität realisiert werden können. Möglich wird dies durch eine einsatzbereite, skalierbare und leistungsfähige Infrastruktur sowie das gebündelte Know-how führender Expertinnen und Experten der Universitätsmedizin.
Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD) und Dr. Peter Ihle, PMV Forschungsgruppe, wirken aktiv an Arbeitspaketen der Infrastruktur NUKLEUS mit.
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Studiennetzwerk im Netzwerk Universitätsmedizin
Das NUM Studiennetzwerk (NUM SN) wurde am Ende der zweiten NUM-Förderphase pilotiert und seit Juli 2025 in der dritten NUM-Förderphase fortgesetzt. Im NUM SN erfolgt die Integration von Fachnetzwerken, welche verschiedene Erkrankungen und Fachbereiche abdecken. Gestartet wurde mit dem Fachnetzwerk Infektionen (siehe hierzu Abschnitt SNID). Im Februar 2026 folgen zwei weitere Fachnetzwerke: das Fachnetzwerk Schlaganfall und das Fachnetzwerk Intensivmedizin.
Das NUM SN verfolgt das Ziel, gemeinsam mit den darin organisierten Fachnetzwerken die klinische Forschung voranzutreiben, Diagnose- und Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten zu verbessern und Deutschland als Studienstandort zu stärken. Durch die Entwicklung einer effektiven Systematik der Zusammenarbeit im Bereich klinischer und klinisch-epidemiologischer Studien können mehr Studien in kürzerer Zeit initiiert und die Qualität der Erhebung von Daten und Bioproben verbessert werden.
Das NUM SN baut auf den Vorarbeiten des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON), der NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform (NUKLEUS) sowie den NUM Datenintegrationszentren (NUM-DIZ) auf.
Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD), übernimmt die lokale Leitung des NUM-SN am Standort Köln. Weiterer zentraler Partner im NUM Studiennetzwerk ist das Datenintegrationszentrum Köln (Medical Data Integration Center) unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Andreas Beyer.
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NUM-Plattform für Surveillance und Rapid Response
Die NUM-Plattform für Surveillance und Rapid Response (NUM-SAR) stärkt die Universitätsmedizin für pandemiebezogene Forschung, indem sie Wissensbildung, einheitliche Datensysteme, umfassende Erregerüberwachung und Laborkapazitäten bündelt, wichtige Informationen für die Pandemieprävention bereitstellt, bestehende Strukturen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ergänzt, mit dem RKI und weiteren NUM-Infrastrukturen zusammenarbeitet und so die Sofort-Kapazitäten der Universitätsmedizin für Individual- und Bevölkerungsmedizin strukturell sichert und besser verfügbar macht.
Um auf zukünftige Pandemien vorbereitet zu sein, werden in der Forschungsinfrastruktur vier Module weiterentwickelt: Pakop, die Pathogen-Kompetenzplattform für schnelle fachliche Reaktionen, Testentwicklung und Forschungsunterstützung; ESVE, die Evidenzsynthese-Infrastruktur zur systematischen Aufbereitung von Expertenwissen; GenSurv/MuSE, die Monitoring-Infrastruktur zur Erfassung von Versorgungs-, Qualitäts- und Infektionsdaten einschließlich genomischer Erregersurveillance u.a. für das RKI; und das Dashboard, das dezentral nahezu in Echtzeit Daten aus der Routineversorgung an die Universitätsmedizin liefert.
NUM-SAR baut auf einer Vielzahl von Arbeiten und Ergebnissen vorheriger NUM-2.0-Projekte auf, unter anderem GenSurv (hervorgegangen aus NUM 1.0 B-FAST), PREPARED (hervorgegangen aus NUM 1.0 B-FAST, EgePan Unimed und CeoSYS) und NUM-RDP (hervorgegangen aus NUM 1.0 CODEX und CODEX+).
Das Projekt wird geleitet von Univ.-Prof. Dr. Nicole Skoetz, Direktorin des Instituts für Öffentliches Gesundheitswesen der Universität zu Köln, und Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin.
Darüber hinaus sind seitens der Uniklinik Köln Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie, Univ.-Prof. Dr. Stephan Bender, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, und Univ.-Prof. Dr. Jörg Dötsch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, an NUM-SAR-Arbeitspaketen beteiligt.
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Querschnittsbereich Methoden-Hub und Bioproben-Hub
DerNUM Querschnittsbereich Methoden- und Bioproben-Hub vereint den Methoden-Hub (Epidemiology Core Unit, ECU, und Ethikkoordination, EC) und den Bioproben-Hub (Biosample Core Unit, BCU) unter einem Dach und bietet Forschenden bedarfsgerechte Unterstützung in Methodik, Bioprobenmanagement und regulatorischen Aspekten über den gesamten Studienverlauf. Der Methoden-Hub stellt Expertise in klinischer und genetisch-epidemiologischer Forschung, maschinellem Lernen, Nutzung externer Versorgungsdaten, Patient-Reported Outcomes und pädiatrischen Kohorten bereit, während die Ethikkoordination die Harmonisierung von Patientenunterlagen, ethische, datenschutzrechtliche und regulatorische Standards sowie automatisierte, modulare Systeme zur informierten Einwilligung koordiniert. Der Bioproben-Hub sorgt für die Standardisierung, Harmonisierung und hochwertige Qualität von Bioproben und zugehörigen Daten, koordiniert deren Übergabe an Analyselabore und ermöglicht eine effiziente, transparente Nachnutzung für genehmigte Forschungsprojekte.
Im Arbeitspaket „Methodenhub“ wirken Dr. Peter Ihle, PMV Forschungsgruppe, und Univ.-Prof. Dr. Stephan Bender, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, mit.

Das Radiological Cooperative Network (RACOON)
Die Infrastruktur RACOON wurde im Rahmen von NUM 1.0 und NUM 2.0 als zentrale Plattform für Bildgebungsdaten geschaffen, um medizinische Bilddaten schnell, effizient und sicher für die Forschung nutzbar zu machen. Ziel ist es, Radiologinnen und Radiologen sowie Forschenden in ganz Deutschland eine benutzerfreundliche und einheitliche Plattform zur Verfügung zu stellen, über die mono- und multizentrische Studien einfacher geplant, durchgeführt und ausgewertet werden können. Die radiologische Forschung in Deutschland soll entscheidend vorangetrieben werden und die Entwicklung und Anwendung von KI-gestützter Bildanalyse und bildgebungszentrierte Studien gefördert werden.
Ein besonderer Erfolg von RACOON ist die flächendeckende Anbindung aller deutschen Universitätsklinika. Durch diese Vernetzung wird eine Infrastruktur geschaffen, die nicht nur in der Pandemiebekämpfung, sondern auch für viele weitere medizinische Bereiche von hoher Relevanz ist.
RACOON wird bereits in zahlreichen Anwendungsfällen, sogenannten Use-Cases, genutzt.
Die RACOON-Projektleitung am Standort Köln liegt bei Univ.-Prof. Dr. David Maintz, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Univ.-Prof. Dr. Thorsten Persigehl, Leiter radiologisches Centrum für Integrierte Onkologie.
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Fachnetzwerk Infektionen im NUM Studiennetzwerk/ Specialty Network Infectious Diseases
Das Fachnetzwerk Infektionen (kurz SNID für Specialty Network Infectious Diseases) unterstützt klinische und klinisch-epidemiologische Studien im Bereich der Infektionsmedizin und soll dazu beitragen, die Forschungslandschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken. Es ist das erste Fachnetzwerk im NUM Studiennetzwerk (siehe auch Abschnitt NUM SN). Das SNID wurde am Ende der zweiten NUM-Förderphase pilotiert und seit Juli 2025 in der dritten NUM-Förderphase fortgesetzt.
Im Rahmen des Fachnetzwerks Infektionen identifizieren und rekrutieren die infektiologischen Studienteams der Uniklinik Köln Patientinnen und Patienten mit Infektionskrankheiten, die bestimmten Modulen zugeordnet werden. Diese Module konzentrieren sich auf wesentliche Bereiche von Infektionskrankheiten wie respiratorische Infektionen, gastrointestinale Infektionen, Infektionen des zentralen Nervensystems, Blutstrominfektionen und Infektionen mit neuartigen Erregern.
Univ.-Prof. Dr. Dr. Jan Rybniker, Leiter des Schwerpunktes für Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin, ist verantwortlich für die lokale Leitung des Fachnetzwerks Infektionen. Ebenfalls federführend im Fachnetzwerk Infektionen beteiligt sind Prof. Dr. Clara Lehmann vom Schwerpunkt für Klinische Infektiologie und Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD). Als weitere zentrale Partner im Fachnetzwerk Infektionen am Standort Köln wirken Univ.-Prof. Dr. Jonathan Jantsch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Streichert, Direktor des Instituts für klinische Chemie, und Dr. Janine Zweigner, Leiterin der Zentralen Krankenhaushygiene, mit. Das lokale SNID wird vom Centrum für Infektionsmedizin (CIM) der Uniklinik Köln koordiniert.
Weitere SNID-Forschungsprojekte, unter anderem klinisch-epidemiologische Studien beispielsweise zur Therapie(-dauer) von Knochen- und Pilzinfektionen, folgen im Jahr 2026.