Förderphase NUM 3.0
NUM Forschungsinfrastrukturen und -projekte an der Uniklinik Köln
NUM-Plattform für AKuT-, Internsiv- und Notfallmedizin
Auch in der dritten Förderphase wird die Infrastruktur AKTIN und das darauf aufbauende Notaufnahmeregister, basierend auf den Vorarbeiten in NUM 1.0 und NUM 2.0, mit Kölner Beteiligung fortgesetzt.
Ziel ist die Verbesserung und Beschleunigung der Datenverfügbarkeit für die Gesundheitsberichterstattung und Versorgungsforschung sowie die Optimierung des Qualitätsmanagements in den Notaufnahmen sowie in der Akut- und Notfallmedizin.
Deutschlandweit nehmen Notaufnahmen und Notfallzentren aus dem universitären als auch nicht-universitären Bereich teil, darunter auch Kindernotaufnahmen.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Burst, Ärztlicher Leiter der Notfallmedizin der Uniklinik Köln, ist die Uniklinik Köln aktiv an AKTIN beteiligt.
Weitere Informationen



NUM-Studie zur Optimierung der Candidämie-Therapie (CanTEN)
Im Rahmen von NUM 3.0 wird die multizentrische klinische Studie CanTEN mit rund 3,27 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Medizin, Technologie und Raumfahrt (BFMTR) gefördert. Ziel ist die Untersuchung einer verkürzten antimykotischen Therapie bei unkomplizierter Candidämie.
In einem randomisierten, doppelblinden Studiendesign wird geprüft, ob kürzere Behandlungszeiträume mit Caspofungin einer Standardtherapie nicht unterlegen sind. Ein adaptives Studiendesign ermöglicht dabei eine flexible Anpassung auf Basis von Zwischenanalysen.
Deutschlandweit beteiligen sich 25 Universitätskliniken an der Durchführung. Der Studienstart ist für das zweite Quartal 2026 geplant, erste Ergebnisse werden 2028 erwartet.
Am Europäischen Exzellenzzentrum für Pilzerkrankungen der Uniklinik Köln wird die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Dr. Ilana Reinhold und Dr. Ullrich Bethe maßgeblich in Köln umgesetzt.
Weitere Informationen

Ein umfassendes Verständnis von Immunantworten sowie deren zuverlässige und standardisierte Erfassung bilden eine wesentliche Grundlage für die Prävention, Diagnostik und Therapie zahlreicher Erkrankungen in verschiedenen medizinischen Fachgebieten. Doch vielfach fehlen validierte und skalierbare Verfahren zur Erfassung komplexer Immunantworten. Die NUM-Plattform COVIM adressiert diesen Bedarf durch die Bereitstellung hochwertiger und standardisierter immunologischer Messverfahren.
Mit der dritten Förderperiode wird die Position von COVIM als neue Forschungsinfrastruktur für Immunitätsforschung im NUM gefestigt. An perspektivisch bis zu 25 Standorten in Deutschland schafft COVIM eine zentrale Grundlage für innovative klinische Forschung.
Bereits in den ersten zwei Förderphasen konnte COVIM entscheidende Beiträge zur Immunität, unter anderem gegen SARS-CoV-2, in über 100 Fachartikeln leisten, die mehrfach als Grundlage für nationale Empfehlungen herangezogen wurden. Außerdem wurden Plattformen für die schnelle Entwicklung und klinische Prüfung immunologischer Behandlungsstrategien bereitgestellt.
Das Projekt wird geleitet von Univ.-Prof. Dr. Florian Klein (Uniklinik Köln), Prof. Dr. Dr. Susanne Herold (Universitätsklinikum Gießen), Prof. Dr. Maike Hofmann (Universitätsklinikum Freiburg), und Univ.-Prof. Dr. Leif Erik Sander (Charité - Universitätsmedizin Berlin).
Weitere Informationen

Netzwerk der Datenintegrationszentren der Universitätsmedizin
Die Digitalisierung der Medizin führt zu wachsenden Datenmengen, welche sicher und effizient für Forschung und Versorgung standortübergreifend nutzbar gemacht werden müssen. Hier setzen die NUM-Datenintegrationszentren (DIZ) an. Aufbauend auf den Vorarbeiten der Medizininformatik-Initiative unterstützen sie die Datenbereitstellung sowie die Integration und Analyse medizinischer Daten.
In zahlreichen NUM-Forschungsprojekten (wie zum Beispiel dem Studiennetzwerk Infektionen) werden Daten aus der Routineversorgung nutzbar gemacht, um gemeinsam das Ziel zu verfolgen, jeder Patientin / jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen.
Am Standort Köln wird das DIZ von Univ.-Prof. Dr. Andreas Beyer, Leitung Medical Data Integration Center (MeDIC) und HiGHmed-Standortsprecher, geleitet.
Weitere Informationen

Extending NUM Research Infrastructures through Collaboration and Harmonization
Das Ziel des ENRICH Projekts ist die nachhaltige Stärkung, bessere Vernetzung und Öffnung bestehender NUM-Forschungsinfrastrukturen für die wissenschaftliche Nutzung. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und Interoperabilität der im NUM verfügbaren Datenbestände.
Ein zentrales Element von ENRICH ist der Aufbau eines einheitlichen Zugangsportals (DATAPORTAL4NUM), das mithilfe eines sogenannten Knowledge Graphs Metadaten, Datenverfügbarkeiten und Machbarkeitsabfragen über verschiedene Forschungsinfrastrukturen hinweg bündelt. Dadurch wird ein harmonisierter Zugang zu klinischen Daten wie Bildgebungsdaten, oder Labordaten bestehender NUM-Infrastrukturen wie RACOON, NUKLEUS, den Datenintegrationszentren (DIZ) sowie weiteren Vorarbeiten ermöglicht.
Univ. Prof. Oya Beyan, Direktorin des Instituts für biomedizinische Informatik (BI-K) sowie Co-Leiterin des Datenintegrationszentrums, Prof. Dr. Thomas Streichert, Institut für Klinische Chemie, und Dr. Peter Ihle, PMV Forschungsgruppe, wirken aktiv an Arbeitspaketen von ENRICH der Infrastruktur NUKLEUS mit.
Dr. Peter Ihle arbeitet im Arbeitspaket „Externe Daten“ mit. Hier ist das Ziel die generische Plattform zur Datenannahme und -aufbereitung für externe Daten (NUM DAAeD) mit Blick auf zusätzliche Datenquellen, Datentypen und Rechtsgrundlagen weiterzuentwickeln. Insbesondere umfasst dies die Einbindung privater Krankenversicherer sowie von Registern.
Weitere Informationen

Das Fachnetzwerk Intensivmedizin (FN CritCare) ist im Februar 2026 offiziell gestartet. Ziel des bundesweiten Netzwerks ist es, die Versorgung kritisch kranker Patienten und Patientinnen mit akuter Organdysfunktion zu verbessern und wissenschaftlich weiterzuentwickeln. Dazu arbeiten mehr als 500 Expertinnen und Experten aus allen deutschen Universitätskliniken zusammen.
Akute Organdysfunktionen – etwa von Gehirn, Lunge, Herz, Leber oder Niere – gehören zu den größten Herausforderungen der Intensivmedizin. Für viele klinische Fragestellungen fehlen bislang belastbare wissenschaftliche Erkenntnisse. Hier setzt SN CritCare an: Das Netzwerk identifiziert gezielt Evidenzlücken und schließt sie durch hochwertige randomisierte kontrollierte Studien (RCTs).
Ein besonderes Augenmerk gilt dabei auch den ethischen und rechtlichen Anforderungen der Intensivmedizin. So wurde bereits beim Aufbau des Netzwerks ein einheitliches Konzept für die Einwilligung bei akut nicht einwilligungsfähigen Patientinnen und Patienten entwickelt – ein zentrales Thema für die Durchführung klinischer Studien auf Intensivstationen. Ein Alleinstellungsmerkmal von SN CritCare ist die konsequente Einbindung aller Altersgruppen. Das Netzwerk schließt Patientinnen von der Frühgeburt bis ins hohe Alter ein.
An der Uniklinik Köln wird SN CritCare von Univ.-Prof. Dr. Andrea Ulrike Steinbicker, Direktorin der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin, geleitet.
Ein erster wichtiger Meilenstein ist die Bewilligung von ADAPT-Lung als erstem Use Case des Netzwerks. Die adaptive Plattformstudie untersucht neue Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz. Die Uniklinik Köln ist hier unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Andrea Ulrike Steinbicker an der Durchführung der Studie beteiligt.
Weitere Informationen

NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform
Die Forschungsinfrastruktur NUKLEUS (NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform) unterstützt Forschende in der Planung, Durchführung und Auswertung von großangelegten klinischen und epidemiologischen Studien, die im Rahmen des Netzwerk Universitätsmedizin durchgeführt werden.
Um akute medizinische Fragestellungen schnell zu untersuchen und belastbare Antworten zu generieren, sollen Studien innerhalb weniger Wochen in hoher Qualität realisiert werden können. Möglich wird dies durch eine einsatzbereite, skalierbare und leistungsfähige Infrastruktur sowie das gebündelte Know-how führender Expertinnen und Experten der Universitätsmedizin.
Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD) und Dr. Peter Ihle, PMV Forschungsgruppe, sind in Köln an NUKLEUS beteiligt.
Dr. Peter Ihle, PMV Forschungsgruppe, wirkt aktiv an einem neuen Aufgabenbereich, um den NUKLEUS im Rahmen von NUM 3.0 erweitert wurde, mit: die Datenannahme und -aufbereitung externer versorgungsnaher Daten (DAAeD). Hierzu zählen unter anderem Krankenkassen-, Melde- und Krebsregisterdaten. Perspektivisch sollen diese Daten für alle NUM-Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer einwilligungsbasiert an das NUM übermittelt und so für Forschende nutzbar gemacht werden.
Weitere Informationen

Studiennetzwerk im Netzwerk Universitätsmedizin
Das NUM Studiennetzwerk (NUM SN) wurde am Ende der zweiten NUM-Förderphase pilotiert und seit Juli 2025 in der dritten NUM-Förderphase fortgesetzt. Im NUM SN erfolgt die Integration von Fachnetzwerken, welche verschiedene Erkrankungen und Fachbereiche abdecken. Gestartet wurde mit dem Fachnetzwerk Infektionen (siehe hierzu Abschnitt SNID). Im Februar 2026 folgen zwei weitere Fachnetzwerke: das Fachnetzwerk Schlaganfall und das Fachnetzwerk Intensivmedizin.
Das NUM SN verfolgt das Ziel, gemeinsam mit den darin organisierten Fachnetzwerken die klinische Forschung voranzutreiben, Diagnose- und Behandlungsstrategien für Patientinnen und Patienten zu verbessern und Deutschland als Studienstandort zu stärken. Durch die Entwicklung einer effektiven Systematik der Zusammenarbeit im Bereich klinischer und klinisch-epidemiologischer Studien können mehr Studien in kürzerer Zeit initiiert und die Qualität der Erhebung von Daten und Bioproben verbessert werden.
Das NUM SN baut auf den Vorarbeiten des Nationalen Pandemie Kohorten Netz (NAPKON), der NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform (NUKLEUS) sowie den NUM Datenintegrationszentren (NUM-DIZ) auf.
Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD), übernimmt die lokale Leitung des NUM-SN am Standort Köln. Weiterer zentraler Partner im NUM Studiennetzwerk ist das Datenintegrationszentrum Köln (Medical Data Integration Center) unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Andreas Beyer.
Weitere Informationen
Die NUM-Plattform für Surveillance und Rapid Response (NUM-SAR) stärkt die Universitätsmedizin für pandemiebezogene Forschung, indem sie Wissensbildung, einheitliche Datensysteme, umfassende Erregerüberwachung und Laborkapazitäten bündelt, wichtige Informationen für die Pandemieprävention bereitstellt, bestehende Strukturen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ergänzt, mit dem RKI und weiteren NUM-Infrastrukturen zusammenarbeitet und so die Sofort-Kapazitäten der Universitätsmedizin für Individual- und Bevölkerungsmedizin strukturell sichert und besser verfügbar macht.
Um auf zukünftige Pandemien vorbereitet zu sein, werden in der Forschungsinfrastruktur vier Module weiterentwickelt: Pakop, die Pathogen-Kompetenzplattform für schnelle fachliche Reaktionen, Testentwicklung und Forschungsunterstützung; ESVE, die Evidenzsynthese-Infrastruktur zur systematischen Aufbereitung von Expertenwissen; GenSurv/MuSE, die Monitoring-Infrastruktur zur Erfassung von Versorgungs-, Qualitäts- und Infektionsdaten einschließlich genomischer Erregersurveillance u.a. für das RKI; und das Dashboard, das dezentral nahezu in Echtzeit Daten aus der Routineversorgung an die Universitätsmedizin liefert.
NUM-SAR baut auf einer Vielzahl von Arbeiten und Ergebnissen vorheriger NUM-2.0-Projekte auf, unter anderem GenSurv (hervorgegangen aus NUM 1.0 B-FAST), PREPARED (hervorgegangen aus NUM 1.0 B-FAST, EgePan Unimed und CeoSYS) und NUM-RDP (hervorgegangen aus NUM 1.0 CODEX und CODEX+).
Das Projekt wird geleitet von Univ.-Prof. Dr. Nicole Skoetz, Direktorin des Instituts für Öffentliches Gesundheitswesen der Universität zu Köln, und Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin.
Darüber hinaus sind seitens der Uniklinik Köln Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie, Univ.-Prof. Dr. Stephan Bender, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, und Univ.-Prof. Dr. Jörg Dötsch, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, an NUM-SAR-Arbeitspaketen beteiligt.
Weitere Informationen

Der NUM Methoden- und Bioproben-Hub vereint den Methoden-Hub (Epidemiology Core Unit, ECU, und Ethikkoordination, EC) und den Bioproben-Hub (Biosample Core Unit, BCU) unter einem Dach und bietet Forschenden bedarfsgerechte Unterstützung in Methodik, Bioprobenmanagement und regulatorischen Aspekten über den gesamten Studienverlauf.
Der Methoden-Hub stellt Expertise in klinischer und genetisch-epidemiologischer Forschung, maschinellem Lernen, Nutzung externer Versorgungsdaten, Patient-Reported Outcomes und pädiatrischen Kohorten bereit, während die Ethikkoordination die Harmonisierung von Patientenunterlagen, ethische, datenschutzrechtliche und regulatorische Standards sowie automatisierte, modulare Systeme zur informierten Einwilligung koordiniert.
Der Bioproben-Hub sorgt für die Standardisierung, Harmonisierung und hochwertige Qualität von Bioproben und zugehörigen Daten, koordiniert deren Übergabe an Analyselabore und ermöglicht eine effiziente, transparente Nachnutzung für genehmigte Forschungsprojekte.
Im Arbeitspaket „Methoden-Hub“ wirken Dr. Peter Ihle, PMV-Forschungsgruppe, und Univ.-Prof. Dr. Stephan Bender, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, mit.
Weitere Informationen

Das Radiological Cooperative Network (RACOON)
Die Infrastruktur RACOON wurde im Rahmen von NUM 1.0 und NUM 2.0 als zentrale Plattform für Bildgebungsdaten geschaffen, um medizinische Bilddaten schnell, effizient und sicher für die Forschung nutzbar zu machen. Ziel ist es, Radiologinnen und Radiologen sowie Forschenden in ganz Deutschland eine benutzerfreundliche und einheitliche Plattform zur Verfügung zu stellen, über die mono- und multizentrische Studien einfacher geplant, durchgeführt und ausgewertet werden können. Die radiologische Forschung in Deutschland soll entscheidend vorangetrieben werden und die Entwicklung und Anwendung von KI-gestützter Bildanalyse und bildgebungszentrierte Studien gefördert werden.
Ein besonderer Erfolg von RACOON ist die flächendeckende Anbindung aller deutschen Universitätsklinika. Durch diese Vernetzung wird eine Infrastruktur geschaffen, die nicht nur in der Pandemiebekämpfung, sondern auch für viele weitere medizinische Bereiche von hoher Relevanz ist.
RACOON wird bereits in zahlreichen Anwendungsfällen, sogenannten Use-Cases, genutzt.
Die RACOON-Projektleitung am Standort Köln liegt bei Univ.-Prof. Dr. David Maintz, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Univ.-Prof. Dr. Thorsten Persigehl, Leiter radiologisches Centrum für Integrierte Onkologie.
Weitere Informationen

NUM RAPID (Registry of Adult and Pediatric Intensive Care Data) ist ein dezentrales Register für Routinedaten aus der Erwachsenen- und Kinderintensivmedizin in Deutschland. Die Daten werden automatisiert über digitale Schnittstellen direkt aus den Intensiv-Informationssystemen der teilnehmenden Kliniken erfasst und verbleiben an den jeweiligen Standorten.
Forschungsanfragen werden über eine föderierte Infrastruktur an die beteiligten Zentren übermittelt und dort automatisiert ausgewertet. Dabei werden ausschließlich die für die jeweilige Fragestellung erforderlichen Ergebnisse weitergegeben. Dieses datenschutzkonforme Verfahren ermöglicht die Nutzung hochauflösender Versorgungsdaten, ohne dass personenbezogene Daten zentral gespeichert werden müssen.
NUM RAPID schafft damit eine wichtige Grundlage für multizentrische klinische Forschung in der Intensivmedizin, Versorgungsforschung, Qualitätsvergleiche sowie eine verbesserte Vorbereitung auf zukünftige Pandemien und andere Gesundheitskrisen.
In Köln wird RAPID unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Andrea Ulrike Steinbicker umgesetzt.
Weitere Informationen





Fachnetzwerk Infektionen im NUM Studiennetzwerk/ Specialty Network Infectious Diseases
Das Fachnetzwerk Infektionen (kurz SNID für Specialty Network Infectious Diseases) unterstützt klinische und klinisch-epidemiologische Studien im Bereich der Infektionsmedizin und soll dazu beitragen, die Forschungslandschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken.
Es ist das erste Fachnetzwerk im NUM Studiennetzwerk (siehe auch Abschnitt NUM SN). Das SNID wurde am Ende der zweiten NUM-Förderphase pilotiert und seit Juli 2025 in der dritten NUM-Förderphase fortgesetzt.
Prof. Dr. Dr. Jan Rybniker, Leiter des Schwerpunktes für Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin, ist verantwortlich für die lokale Leitung des Fachnetzwerks Infektionen. Ebenfalls federführend im Fachnetzwerk Infektionen beteiligt sind Prof. Dr. Clara Lehmann vom Schwerpunkt für Klinische Infektiologie und Univ.-Prof. Dr. Oliver A. Cornely, Direktor des Instituts für Translationale Forschung (CECAD). Als weitere zentrale Partner im Fachnetzwerk Infektionen am Standort Köln wirken Univ.-Prof. Dr. Jonathan Jantsch, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, Univ.-Prof. Dr. Florian Klein, Direktor des Instituts für Virologie, Univ.-Prof. Dr. Thomas Streichert, Direktor des Instituts für klinische Chemie, und Dr. Janine Zweigner, Leiterin der Zentralen Krankenhaushygiene, mit.
Weitere Informationen
Folgende SNID-Studien werden derzeit an der Uniklinik Köln durchgeführt:
FOSFO-SNAP - Staphylococcus aureus-Bakteriämie: Fosfomycin-Kombinationstherapie bei Patienten mit hohem Risiko für Komplikationen oder Rückfall
Die SNAP-Studie (Staphylococcus aureus Network Adaptive Platform) ist eine multizentrische, adaptive Plattformstudie zur Optimierung der Therapie der Staphylococcus aureus-Bakteriämie. Primäres Ziel ist die Untersuchung, wie sich verschiedene therapeutische Strategien auf die 90-Tage-Gesamtmortalität von Patientinnen mit Staphylococcus aureus-Bakteriämie auswirken.
Im Rahmen der Studie werden mehrere Therapieoptionen randomisiert miteinander verglichen, darunter unterschiedliche Basisantibiotika, additive Antibiotikatherapien sowie ein früher Wechsel von einer intravenösen auf eine orale Antibiotikagabe. Der Studienarm FOSFO-SNAP untersucht insbesondere, ob eine Kombinationstherapie aus einem gegen Staphylococcus aureus wirksamen Zellwandantibiotikum und Fosfomycin einer Standard-Monotherapie bei Patient:innen mit hohem Risiko für Komplikationen oder Rückfälle überlegen ist.
FOSFO-SNAP wird am Kölner Standort unter Leitung von Prof. Dr. Norma Jung, Oberärztin im Schwerpunkt Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin sowie Leiterin der Stabsstelle Antimicrobial Stewardship (AMS), durchgeführt.
Weitere Informationen
PENGUIN - PENicillin-allergy delabeling in German University hospital Inpatients
Die PENGUIN-Studie ist eine multizentrische Beobachtungsstudie des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM). Sie untersucht, wie eine vermeintliche Penicillin-Allergie mithilfe eines standardisierten Verfahrens sicher überprüft und – wenn keine Allergie vorliegt – aus der Patientenakte entfernt werden kann („Delabeling“). Ziel ist es, den Einsatz geeigneter Penicillin-Antibiotika zu fördern, die Versorgung von Patientinnen und Patienten zu verbessern und Antibiotikaresistenzen zu reduzieren.
In Köln wird die Studie unter Leitung von Dr. Lukas Tometten, Facharzt der Klinik I für Innere Medizin, Schwerpunkt Klinische Infektiologie, umgesetzt.
Weitere Informationen
PREVENT - Vancomycin-resistente Enterokokken-Blutstrominfektionen (VRE-BSI): Prävention
Die PREVENT-Studie untersucht, wie Blutstrominfektionen durch Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) besser verhindert werden können. In der multizentrischen Beobachtungsstudie werden das Auftreten von VRE-Blutstrominfektionen sowie patienten-, erreger- und krankenhausbezogene Risikofaktoren analysiert. Ziel ist es, die wissenschaftliche Evidenz für wirksame Hygienemaßnahmen und Präventionsstrategien zu verbessern und so die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Risiko für diese schweren Krankenhausinfektionen nachhaltig zu optimieren.
Die Studie wird in Köln unter Leitung von Dr. Janine Zweigner, Leiterin der Zentralen Krankenhaushygiene der Uniklinik Köln, durchgeführt.
Weitere Informationen
RAPID ELAPSE – Evaluating the Efficacy of Bupropion for the Treatment of Post-COVID-19 Syndrome-associated Fatigue
Die RAPID ELAPSE-Studie untersucht, ob das bereits zugelassene Medikament Bupropion die ausgeprägte Fatigue bei Patientinnen und Patienten mit Post-COVID-Syndrom lindern und ihre körperliche Funktionsfähigkeit verbessern kann. In der multizentrischen, randomisierten, placebokontrollierten Studie wird Bupropion mit einem Scheinmedikament (Placebo) verglichen. Ziel ist es, eine wirksame Therapieoption für eines der häufigsten und belastendsten Symptome des Post-COVID-Syndroms zu identifizieren und so die Versorgung betroffener Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.
In Köln wird die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Clara Lehmann, Leiterin der Infektionsambulanz und Leiterin des Studienzentrums Klinische Infektiologie (CTU-ID), Klinik I für Innere Medizin, durchgeführt.
Weitere Informationen
SNID- KOHORTE - Blutstrominfektionen, Atemwegsinfektionen, gastrointestinale Infektionen, Infektionen des zentralen Nervensystems, Infektionen mit neuen Erregern
Diese Beobachtungsstudie zielt darauf ab, standardisierte klinische Daten und Bioproben von Erwachsenen in Universitätskliniken in ganz Deutschland zu erheben. Auf diese Weise wird eine Kohorte aufgebaut, die klinische Daten, Erregerproben und Bioproben vereint. Ein Vorab-Screening-Programm erfasst infektionsbedingte Krankenhausaufenthalte und trägt so dazu bei, Veränderungen bei den Erregern frühzeitig zu erkennen und schnell darauf zu reagieren. Im Rahmen des Fachnetzwerks Infektionen identifizieren und rekrutieren die infektiologischen Studienteams der Uniklinik Köln Patientinnen und Patienten mit Infektionskrankheiten, die bestimmten Modulen zugeordnet werden. Diese Module konzentrieren sich auf wesentliche Bereiche von Infektionskrankheiten wie respiratorische Infektionen, gastrointestinale Infektionen, Infektionen des zentralen Nervensystems, Blutstrominfektionen und Infektionen mit neuartigen Erregern.

Die sWITCH-VO-Studie untersucht, ob bei Patientinnen und Patienten mit bakterieller Spondylodiszitis (vertebraler Osteomyelitis) ein früherer Wechsel von einer intravenösen auf eine orale Antibiotikatherapie genauso sicher und wirksam ist, wie die derzeitige Standardbehandlung. Eine "Spondylodiszitis" ist eine seltene Entzündung der Bandscheiben und der angrenzenden Wirbelkörper der Wirbelsäule. Die Erkrankung kann schwer bis tödlich verlaufen und tritt vor allem bei älteren Menschen mit mehreren Vorerkrankungen auf.
In der multizentrischen, randomisierten Nichtunterlegenheitsstudie wird ein Therapiewechsel nach sieben Tagen mit dem bisherigen Vorgehen nach 14 Tagen verglichen. Ziel ist es, die notwendige Dauer der intravenösen Antibiotikatherapie wissenschaftlich zu überprüfen, die Behandlung für Patientinnen und Patienten zu erleichtern und gleichzeitig eine sichere und wirksame Versorgung zu gewährleisten.
Die multizentrische SWITCH-VO-Studie wird standortübergreifend an 13 Universitätskliniken durchgeführt. Die Leitung der Studie liegt bei Prof. Norma Jung, Oberärztin im Schwerpunkt Klinische Infektiologie der Klinik I für Innere Medizin sowie Leiterin der Stabsstelle Antimicrobial Stewardship (AMS) aus Köln sowie Prof. Dr. Frank Hanses der Universitätsklinik Regensburg. Sponsor ist die Universität zu Köln.
Weitere Informationen