Klinische Altersforschung
Innovation für ein gesundes Altern
Der demografische Wandel ist eine der zentralen Gestaltungsaufgaben unserer Zeit. Durch den Eintritt der Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand verzeichnen wir einen signifikanten Zuwachs an Menschen der Altersgruppen 75+ und 85+.
Wir begreifen die gewonnene Lebenszeit als großen gesellschaftlichen Gewinn. Gleichzeitig ist es unser Auftrag, die damit verbundenen komplexen gesundheitlichen Herausforderungen durch modernste Forschung und individuelle Therapiekonzepte zu meistern.
Klinische Altersforschung bedeutet für uns, den „Triumph der Langlebigkeit“ durch medizinische Exzellenz zu begleiten. Wir kombinieren die wissenschaftliche Tiefe der Grundlagenforschung mit der menschlichen Empathie einer modernen Geriatrie.
Unsere Forschungssäulen - Von der Zelle bis zum Patienten
Um den Bedürfnissen hochbetagter und multimorbider Menschen gerecht zu werden, verbinden wir die molekulare Spitzenforschung mit der direkten klinischen Anwendung.
1. Spitzenforschung im Verbund (Bench-to-Bedside)
Die Basis unserer Arbeit bildet die enge Zusammenarbeit mit weltweit führenden Instituten der Grundlagenforschung. Gemeinsam entschlüsseln wir die biologischen Ursachen des Alterns, um Prävention und Therapie auf ein neues Level zu heben:
- CECAD (Exzellenzcluster für Alternsforschung): Fokus auf die Mechanismen altersassoziierter Erkrankungen.
- Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns (MPI Age): Erforschung der fundamentalen Prozesse der Langlebigkeit.
2. Innovative Versorgungsprojekte (G-BA Innovationsfonds)
Theorie wird bei uns zur Praxis. Durch die Förderung des Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) implementieren wir neue Versorgungsformen, die über den Standard hinausgehen:
- Projekt eliPfad: Hier entwickeln wir spezialisierte Behandlungspfade für multimorbide Patienten. Ziel ist eine koordinierte, sektorenübergreifende Versorgung, die die Behandlung älterer, multimorbider Patientinnen und Patienten verbessert. Im Mittelpunkt steht dabei eine enge persönliche Betreuung durch Fallmanager und eine enge Abstimmung mit den betreuenden Hausärzten.