Häufige Fragen zur Altersmedizin in Köln (FAQ)

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur altersmedizinischen Versorgung an der Uniklinik Köln und im Evangelischen Klinikum Köln Weyertal (EVK Weyertal).

1. Wie wird entschieden, ob ich eine altersmedizinische Behandlung benötige?

An der Uniklinik Köln ist ein spezialisierter geriatrischer Konsildienst im Einsatz. Unsere Experten identifizieren bereits in der Notaufnahme oder auf den Fachstationen Patienten, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Begleiterkrankungen eine besondere Betreuung benötigen. So stellen wir sicher, dass niemand "übersehen" wird.

2. Gibt es an der Uniklinik Köln eine eigene geriatrische Station für Langzeitbehandlungen?

An der Uniklinik Köln findet primär die hochspezialisierte Akutbehandlung statt. Eine klassische geriatrische Komplexbehandlung führen wir nicht direkt vor Ort durch. Stattdessen arbeiten wir eng mit unserem Tochterkrankenhaus, dem Evangelischen Klinikum Köln Weyertal, zusammen, das auf diese Therapieform spezialisiert ist.

3. Was passiert, wenn ich nach einer Verletzung (z. B. Sturz) eingeliefert werde?

Ältere Patientinnen und Patienten mit Verletzungen, beispielsweise nach einem Sturz, werden in der Alterstraumatologie der Uniklinik Köln interdisziplinär betreut. Dabei arbeiten chirurgische und altersmedizinische Fachbereiche eng zusammen.

4. Warum werde ich von der Uniklinik Köln in das EVK Weyertal verlegt?

Das EVK Weyertal ist unser enger Partner und bietet die strukturellen Voraussetzungen für eine geriatrische Komplexbehandlung. Sobald Ihre akute medizinische Phase (z. B. nach einer Operation) stabil ist, erfolgt die Verlegung ins EVK Weyertal, um dort gezielt an Ihrer Mobilität und Selbstständigkeit zu arbeiten.

5. Was genau ist eine "geriatrische Komplexbehandlung"?

Dies ist ein ganzheitlicher Therapieansatz. Er kombiniert ärztliche Behandlung mit intensiver aktivierend-therapeutischer Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Das Ziel ist es, Sie körperlich und geistig so zu stärken, dass Sie in Ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können.

6. Wie lange dauert die Behandlung im EVK Weyertal?

Eine geriatrische Komplexbehandlung ist auf eine Dauer von etwa 2 bis 3 Wochen ausgelegt. In dieser Zeit finden täglich Therapieeinheiten statt, um den Genesungsprozess nachhaltig zu fördern.

7. Muss ich mich selbst um die Verlegung von der Uniklinik Köln zum EVK Weyertal kümmern?

Nein. Die Verlegung wird medizinisch und organisatorisch komplett zwischen der Uniklinik Köln und dem EVK Weyertal abgestimmt. Wir sorgen für einen reibungslosen Übergang der Behandlungsdaten, damit die Therapeuten im EVK Weyertal nahtlos an die Vorarbeit der Uniklinik Köln anknüpfen können.

8. Bleiben meine gewohnten Medikamente bei der Verlegung gleich?

Ja, im Rahmen des Verlegungsprozesses findet ein präziser Abgleich Ihrer Medikation statt. Unsere Geriater prüfen zudem, welche Medikamente im Alter besonders verträglich sind und passen diese bei Bedarf in Absprache mit Ihnen an.

9. Werden Angehörige in den Prozess der Verlegung einbezogen?

Unbedingt. Da der Wechsel zwischen den Häusern und die anschließende Planung der Zeit nach dem EVK Fragen aufwerfen kann, stehen die Sozialdienste beider Kliniken in engem Kontakt mit den Angehörigen, um die weitere Versorgung zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung zu klären.

10. Wo finde ich die Geriatrie in der Notaufnahme?

Wenn Sie als Notfall in die Uniklinik Köln kommen, werden Sie zunächst in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) aufgenommen. Unser Konsildienst besucht Sie dort direkt. Sollten Sie primär geriatrische Hilfe benötigen, kann auch eine direkte Aufnahme im EVK Weyertal sinnvoll sein, da beide Häuser über eine Notaufnahme verfügen.