13.03.2012

Aktueller Stand der Neurophysiologie

Pressekonferenz der DGKN mit drei Experten der Uniklinik Köln

Gehirn-Computer-Schnittstellen, neue Therapien nach Schlaganfall und Hirnschrittmacher bei Zwangsstörungen - das sind zentrale Themen auf der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN), die vom 15. bis zum 17.März in Köln stattfindet. Maßgeblichen Anteil am Programm hat die Uniklinik Köln.

"Die Neuromodulation ist ein seit Jahren gewachsener Schwerpunkt der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Außerdem widmen sich an der Uniklinik Köln verschiedene Arbeitsgruppen der Behandlung von Patienten mit neurologischen Bewegungsstörungen mittels der Tiefen Hirnstimulation", erklärt Prof. Dr. Gereon R. Fink, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Uniklinik Köln und Kongresspräsident. "Dementsprechend freuen wir uns, dass die56. Jahrestagung der DGKN bei uns in Köln zu Gast ist."Kongress-Pressekonferenz, 56. Jahrestagung derDeutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologieund funktionelle Bildgebung (DGKN)Termin: Donnerstag, 15. März 2012Uhrzeit: 12:00 - 13:00 UhrOrt: Konferenzraum B, Kölnmesse,Congress-Centrum NordEine Besonderheit des Kongresses stellt die Diskussion nicht nur über die medizinischen Fortschritte, sondern auch über die damit verbundenen ethischen Fragestellungen dar: "Wir haben von Anfang an, darauf geachtet, nicht nur die medizinischen, sondern auch die sozialen Bedeutungen der Tiefen Hirnstimulation mit zu untersuchen. Wir wollen auch wissen, welchen Einfluss der operative Eingriffschlussendlich auf die Persönlichkeit des Patienten hat. Dementsprechend ist uns der ethische Blick auf die Tiefe Hirnstimulation besonders wichtig.", bekräftigt Prof. Fink. Außerdem werden die Experten darüber diskutieren, ob und in wie weitdie Technik der Tiefen Hirnstimulation auch bei Zwangsstörungen oder anderen psychiatrischen Erkrankungen in der Therapie angewandt werden kann. "Wir werden in den nächsten Jahren versuchen, in der fächerübergreifenden Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie der Uniklinik Köln herauszufinden, welche Hirnregionen für die Stimulation am geeignetsten sind, um schwere Zwangsstörungen oder medikamentös nicht behandelbare Depressionen zu verbessern", so Prof. Fink.

Programm der Pressekonferenz:

Rehabilitation nach Schlaganfall:
Wie manipulierte Nervenzellen Schlaganfall-Patienten helfen

Prof. Dr. Gereon R. Fink,
Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Uniklinik Köln
und Kongresspräsident der 56. Jahrestagung der DGKN

Ethik der Tiefen Hirnstimulation:
Wie wirkt sie sich auf die Identität der Patienten aus?

Prof. Dr. Christiane Woopen,
Leiterin der Forschungsstelle Ethik am Institut für Geschichte und Ethik
der Medizin an der Uniklinik Köln, Stellvertretende Vorsitzende des
Deutschen Ethikrats, Mitglied des Internationalen Bioethik-
Ausschusses (IBC) der UNESCO

Tiefe Hirnstimulation bei Bewegungsstörungen:
Welche neuen Entwicklungen erweitern das Therapiespektrum?

Prof. Dr. Lars Timmermann,
Oberarzt und Leiter der AG Bewegungsstörungen und Tiefe
Hirnstimulation, Leiter Klinische Forschergruppe 219 (DFG), Klinik und
Poliklinik für Neurologie an der Uniklinik Köln

Alzheimer-Krankheit:
Revolutioniert die Bildgebung die Frühdiagnose?

Prof. Dr. Alexander Drzezga,
Oberarzt an der Nuklearmedizinischen Klinik am Klinikum rechts der
Isar, Technische Universität München

Gehirn-Computer Schnittstelle
Über welche Schnittstellen können Mensch und Maschine kommunizieren?

Prof. Dr. Gabriel Curio,
Leitender Oberarzt an der Klinik für Neurologie der Charité –
Universitätsmedizin Berlin

Weitere Infos und Kontakt für Rückfragen:
www.dgkn2012.de

Für Rückfragen:
Kathrin Gießelmann
Pressestelle DGKN
Tel.: 0711 8931-981
E-Mail: giesselmann@medizinkommunikation.org

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