17.11.2020 Ehrung

Award Patientendialog 2020 für das PIZ

Umfassende Unterstützung für Patienten und Angehörige

Beratung im Patienten-Informationszentrum (PIZ), Foto: Michael Wodak
Beratung im Patienten-Informations-Zentrum (PIZ), Foto: Michael Wodak

Der Award Patientendialog 2020, maßgeblich getragen vom Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK) und dem Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e.V., ist in diesem Jahr an das Patienten-Informations-Zentrum (PIZ) der Uniklinik Köln verliehen worden. Prämiert wurden „gute und sich im Alltag bewährende Beispiele, wie Kommunikation in Krankenhäusern gelingen kann“, so Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in seinem Grußwort. Patientinnen und Patienten durch Information und Mitwirkung in ihrer Rolle zu stärken, sei gerade in Zeiten der Corona-Pandemie von großer Bedeutung, betonte Prof. Dr. Claudia Schmidtke, Patientenbeauftragte der Bundesregierung.

Das PIZ der Uniklinik Köln unterstützt bei allen Fragen von Patienten und Angehörigen zum Umgang mit verschiedensten Erkrankungen im Alltag: Wie gelingt das Zusammenleben mit meiner an Demenz erkrankten Frau? Wie ernähre ich mich bei einer entzündlichen Darmerkrankung? Wie beuge ich Stürzen vor? Das PIZ ist zentral in der Uniklinik verortet und barrierefrei zugänglich. „Seit der Eröffnung haben rund 26.000 Interessierte unser Angebot genutzt“, so Stefanie Federhen, Leiterin des PIZ. „Wir beraten Patienten und Angehörige sowohl im gesamten Klinikbereich als auch in der Häuslichkeit sowie vor und nach dem Krankenhausaufenthalt.“ Um eine hohe Qualität der Informationsangebote zu gewährleisten, werden Experten aus allen Berufsgruppen und Abteilungen sowie Selbsthilfegruppen hinzugezogen. „Betroffene wollen selbstbestimmt mit gesundheitsbezogenen Herausforderungen umgehen. Den pflegerischen Beitrag hierzu können wir mit dem PIZ kontinuierlich erweitern“, so Marina Filipović, Pflegedirektorin und Vorstandsmitglied der Uniklinik Köln.

Seit der Corona-Pandemie berät das PIZ auch online und bietet somit eine gute Alternative für alle, die beispielsweise aufgrund von Mobilitätseinschränkungen, Quarantäne oder Sorge vor Ansteckung nicht ins PIZ kommen können. Unter Mitwirkung von Psychotherapeuten und der Seelsorge wurde außerdem eine Hotline für belastete Angehörige eingerichtet.

Aktuell startet das PIZ in Kooperation mit dem Institut für Gesundheitsökonomie und Epidemiologie der Universität zu Köln ein vom Bundesgesundheitsministerium gefördertes Projekt zur kultursensiblen Vermittlung von Hygieneempfehlungen im Alltag sowie im Krankenhaus. Für das nächste Jahr ist außerdem eine Aktionswoche zum Thema Organspende in Kooperation mit dem Transplantationsbeauftragten der Uniklinik geplant.

Video zur Verleihung des Awards Patientendialog (ab Minute 18:15)