Ein Lächeln am Krankenbett, ein offenes Ohr in schweren Stunden oder ein gemeinsamer Spaziergang über den Campus: Der ehrenamtliche Besuchsdienst der Uniklinik Köln feierte im Juli ein ganz besonderes Jubiläum. Seit nunmehr zehn Jahren schenken engagierte Menschen den Patientinnen und Patienten das Wertvollste, was es gibt – ihre Zeit. Für die Uniklinik ist dieser Dienst von unschätzbarem Wert. Die Ehrenamtlichen schließen eine Lücke, die das medizinische und pflegerische Personal im dichten Arbeitsalltag oft nicht füllen kann: Sie bringen Ruhe, Zeit und emotionale Zuwendung ans Krankenbett.
Was mit zehn Ehrenamtlichen begann, leisten heute 35 Damen und Herren auf vielen Stationen der Uniklinik. Über 25.000 Besuche haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in diesen zehn Jahren durchgeführt. 25.000 Momente der Nähe, des Trostes und der Ablenkung vom Klinikalltag.
„Es sind diese tiefen, emotionalen Begegnungen am Krankenbett, die spürbar machen, worauf es im Leben ankommt. Besonders berührend ist es, wenn die Ehrenamtlichen von diesen Begegnungen berichten. Es wird immer wieder deutlich, dass es sich um keine Einbahnstraße handelt: Es entstehen beidseitig schöne Momente. Die Ehrenamtlichen schenken Trost und Zuspruch, und gleichzeitig kehren sie oft selbst tief erfüllt und dankbar aus den Gesprächen zurück. Dieser Dienst ist gelebte Mitmenschlichkeit und ein unschätzbarer Segen für unsere Klinik“, bedankt sich Dagmar Overbeck, die den Ehrenamtlichen Besuchsdienst von Beginn an begleitet hat, stellvertretend für die gesamte Uniklinik für das große Engagement.
Ein so anspruchsvolles Ehrenamt erfordert eine gute Vorbereitung. Daher durchläuft jeder und jede Freiwillige bereits vor dem ersten Einsatz eine intensive Schulung. Hier werden die Teilnehmenden auf die Kommunikation mit Erkrankten vorbereitet, lernen den Umgang mit schwierigen Situationen und erhalten das nötige Rüstzeug, wie den Umgang mit Hygienemaßnahmen, für ihre Aufgaben.
