Dr. Daniel Scharfenberg, Psychologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Medizinische Psychologie | Neuropsychologie & Gender Studies an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, ist von der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen e.V. (DPG) mit dem Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand Anfang November im Rahmen der Mitgliederversammlung der DPG auf der Neurowoche in Berlin statt. Die Wissenschaftspreise der DPG prämieren hervorragende, abgeschlossene Forschungsarbeiten und sind mit jeweils 2.500 Euro dotiert.
Prämiert wurde Dr. Scharfenbergs Publikation „A network perspective on cognition in individuals with Parkinson's disease“, die er als Erstautor im Rahmen seiner Promotion verfasst hat. In der Arbeit nutzt der Nachwuchswissenschaftler Netzwerkanalysen, um die Kognition von Menschen mit Parkinson-Krankheit als ein komplexes System darzustellen, in dem kognitive Funktionen untereinander in Verbindung stehen. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zur bisherigen Praxis, bei der kognitive Funktionen häufig in voneinander abgetrennte Funktionsbereiche eingeteilt werden. Die Ergebnisse führen zu einer kritischen Reflexion der gängigen zu strengen Aufteilung in kognitive Domänen. Dass der netzwerkbasierte Ansatz greift, konnte das Forschungsteam in einer weiteren Untersuchung an Daten von kognitiv gesunden Menschen bestätigen. Die Ergebnisse besitzen eine hohe klinische Relevanz, da sie die Genauigkeit und Verlässlichkeit kognitiver Leistungsmessungen bei Menschen mit Parkinson und darüber hinaus maßgeblich verbessern können.
