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06.11.2020 Gesundheitsökonomie

Gesundheitspreis NRW: Sonderpreis für digitales Diabetesprojekt

Gemeinschaftsprojekt ausgezeichnet

Foto: Andrey Popov/Fotolia
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Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat das Gemeinschaftsprojekt „TeDia – Tele-diabetologische Diabetesbehandlung im Krankenhaus“ am 5. November 2020 in Düsseldorf mit dem mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis im Rahmen des Gesundheitspreises des Landes Nordrhein-Westfalen 2020 ausgezeichnet. „Mit dem diesjährigen Gesundheitspreis würdigen wir Initiativen, die sich in besonderem Maße Ansätzen widmen, die über den Bereich der reinen medizinischen Versorgung hinausreichen und bis in den konkreten Lebensalltag von Menschen wirken“, sagte Laumann. Immer mehr Krankenhauspatienten haben neben ihrer aktuellen Erkrankung die Nebendiagnose Diabetes. Nicht selten werden die erhöhten Blutzuckerwerte dabei erstmals festgestellt. Diese können oft negative Auswirkungen auf den Behandlungsverlauf der eigentlichen Krankheit haben.

„Besonders gut gefällt mir an dem Projekt die Verzahnung von digitalen Kompetenzen aus der Telemedizin mit der persönlichen Beratung und Betreuung der Patientinnen und Patienten“, so Minister Laumann. „Krankenschwestern und -pfleger werden zu ‚Diabetesmanagern‘ weitergebildet, sie erhalten Tablet-PCs mit einer individuellen elektronischen Fallakte und sind Ansprechpartner für die Patienten, aber auch die behandelnden Ärzte. Kurz, sie sorgen dafür, dass im gesamten Verlauf der Krankenhausbehandlung die Nebendiagose Diabetes mitgedacht und mitversorgt wird.“

Das Projekt wird vom Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum in Düsseldorf in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie der Uniklinik Köln, dem Institut für Medizinische Statistik und Bioinformatik an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, dem Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf und der Medizinischen Fakultät der Universität Düsseldorf durchgeführt.

TeDia verfolgt einen innovativen digitalen Ansatz in der Versorgung von stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten mit der Nebendiagnose Diabetes mellitus. Neben dem Einsatz der Software TeDia sind die ausgebildeten Diabetesmanager wesentlicher Bestandteil der Versorgungskette.