Kontakt

Kontakt

Wichtige Links

Telefon

11.03.2016 Pressemitteilung

Kölner Professor berät Gesundheitsministerium

Versorgungsforscher ist Vorsitzender des Expertenbeirats

Prof. Dr. Holger Pfaff, Leiter des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR), Foto: Uniklinik Köln
Prof. Dr. Holger Pfaff, Leiter des Instituts für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR), Foto: Uniklinik Köln

Um die bundesweite Versorgung der Patienten zu verbessern, hat der Gesetzgeber in 2015 den sogenannten Innovationsfonds ins Leben gerufen. Prof. Dr. Holger Pfaff, Leiter des Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) ist nun zum Vorsitzenden des Expertenbeirates des Innovationsausschusses gewählt worden.

Zur Konstitution des neuen Expertenbeirates sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Bis 2019 sollen neue Versorgungsmodelle mit jährlich 300 Millionen Euro für die Regelversorgung erprobt und erforscht werden. Der Expertenbeirat wird dabei den Innovationsausschuss mit Sachverstand aus Wissenschaft und Versorgungspraxis unterstützen. Das nutzt den Patientinnen und Patienten. Was im Behandlungsverlauf für den Patienten Sinn macht, nutzt aber auch allen an der Behandlung beteiligten. Denn durch Abstimmung und Zusammenarbeit können Doppeluntersuchungen vermieden und Behandlungslücken geschlossen werden."

Der Expertenbeirat unterstützt den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss bei der Durchführung der Förderung aus dem Innovationsfonds. Der Innovationsfonds wurde mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz eingerichtet, das am 23. Juli 2015 in Kraft getreten ist. Er dient dazu, neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung mit jährlich 300 Millionen Euro in den Jahren 2016 bis 2019 zu fördern.

Ziel des Innovationsfonds ist die Weiterentwicklung der Versorgung. Es sollen gezielt Projekte gefördert werden, die unmittelbar umsetzbar sind und einen Nutzen für den Patienten bringen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Nur durch eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen und Berufsgruppen, kann aus einzelnen Spitzenleistungen eine überzeugende Mannschaftsleistung werden. Deshalb wollen wir mit neuen sektorübergreifenden Versorgungsformen Brücken zwischen den verschiedenen Versorgungsbereichen bauen. Damit stärken wir die Fähigkeit unseres Gesundheitswesens, den umfassenden Behandlungsbedürfnissen gerade älterer, chronisch- und mehrfachkranker Patienten gerecht zu werden. Denn die gute Behandlung der Patienten muss im Mittelpunkt stehen – und nicht Fach- und Sektorengrenzen.“

Hintergrund Versorgungsforschung:

„Die Versorgungsforschung untersucht die letzte Meile, also das, was von der Medizin wirklich beim Patienten ankommt“, betont Prof. Pfaff. „Dabei schaffen wir einen Abgleich zwischen dem, was die Wissenschaft herausgefunden hat, die Medizin anordnet und der Patienten vor Ort damit macht. Die Versorgungsforschung hat sich in den vergangenen Jahren als wissenschaftliche Disziplin etabliert. Wir untersuchen die Versorgung von Einzelnen und der Bevölkerung mit gesundheitsrelevanten Produkten und Dienstleistungen im Alltag.“

Für Rückfragen:

Christoph Wanko
Pressesprecher Uniklinik Köln
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: +49 221 478-5548
E-Mail: presse@uk-koeln.de