06.08.2019
Innere 1

Kölner Psychoonkologie-Projekt für Preis nominiert

Modellprojekt der Uniklinik Köln in der Shortlist zum MSD-Gesundheitspreis 2019

Priv.-Doz. Dr. Michael Kusch, Foto: Michael Wodak
Priv.-Doz. Dr. Michael Kusch, Foto: Michael Wodak

Das Projekt „Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie“ (isPO) ist für den MSD-Gesundheitspreis nominiert. Im Rahmen eines Publikumspreises kann für dafür auf der MSD-Webseite abgestimmt werden. isPO ist ein Projekt des Innovationsfonds der Bundesregierung, der die qualitative Weiterentwicklung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland zum Ziel hat. Die Leitung des Projektes liegt bei der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln in Kooperation mit LebensWert e.V.

Das psychoonkologische Angebot an der Uniklinik Köln setzt seit vielen Jahren Maßstäbe in der Versorgung von an Krebs erkrankten Menschen. Bislang sind diese Leistungen aber rein Spenden-finanziert. Das Projekt „Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie“ (isPO) ist angetreten, um bis Ende 2021 ein Programm zu entwickeln, welches die Anforderungen an eine flächendeckende Umsetzung im deutschen Gesundheitswesen erfüllt. An dem Projekt wirken alle Sektoren des Gesundheitswesens mit. Das Projekt wird im Ballungsraum Köln und drei Regionen in NRW im Rahmen von ärztlich geleiteten Versorgungsnetzwerken (onkologisches Zentrum und niedergelassene Ärzte) realisiert.

Projektleiter und Versorgungsforscher Priv.-Doz. Dr. Michael Kusch: „Es ist heute hinreichend gesichert, dass psychoonkologische Therapien wirksam sind. Unklar ist aber, in welchem Ausmaß diese Therapien in der täglichen Patientenversorgung im Krankenhausund im niedergelassenen Bereich eingesetzt werden müssen. Mit isPO wollen wir am Ende ein Konzept haben, wie die psychoonkologische Patientenversorgung im deutschen Gesundheitswesen flächendeckend, d.h. in Ballungsräumen und ländlichen Gebieten, erbracht werden sollte.“

Je nach individuellem Bedarf erhält ein Krebspatient im Rahmen von isPO unter Einbeziehung der Patientenselbsthilfe eine psychosoziale und/oder psychoonkologisch-psychotherapeutische Versorgung. Diese wird von geschulten Psychoonkologen im ärztlichen Auftrag erbracht. Die gestufte Versorgung beginnt mit der Krebsdiagnose und wird über einen Zeitraum von 12 Monaten sektorenübergreifend durchgeführt und evaluiert.

MSD-Gesundheitspreis

Eine Fachjury hat aus 52 Einreichungen zehn Projekte für den MSD-Gesundheitspreis nominiert. Mit dem Preis, der am 18. September in München verliehen wird, würdigt MSD herausragende und innovative Versorgungslösungen mit dem Ziel, ihre Implementierung und Weiterentwicklung voranzutreiben.

Mehr Informationen zum Projekt isPO auf cio-koeln.de 

Nach oben scrollen