10.02.2021
Medientipp

Lockdown-Folgen für Kinder und Jugendliche

Prof. Bender im Kölner Stadt-Anzeiger

Prof. Dr. Stephan Bender, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Stephan Bender, Foto: Michael Wodak

Univ.-Prof. Dr. Stephan Bender, Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uniklinik Köln, erklärt im Kölner Stadt-Anzeiger weshalb die monatelangen Lockdown-Phasen Angststörungen und andere psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen begünstigen. Fehlende Alltagsrituale, weggebrochene soziale Kontakte, ein vielfach völlig verschobener Tag-Nacht-Rhythmus – all das habe Folgen.

Trügerisch sind aus Sicht von Prof. Bender auch jene Meldungen, wonach Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern im Corona-Jahr zurückgingen. Die gesunkenen Zahlen seien vielmehr ein Indiz dafür, dass „weniger Fälle registriert und gemeldet werden“, erläutert der Mediziner. Das wiederum liegt daran, dass natürlich auch die beaufsichtigende Arbeit von Einrichtungen wie Jugendämtern und Schulen aufgrund von Kontaktverboten beeinträchtigt sei. Umso dringlicher sei, dass jemand per Videokonferenz „einen Blick in die Familie wirft“.

Artikel vom 06.02.2021 auf ksta.de (€)

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