Die faszinierende und für Außenstehende oft verborgene Welt der modernen Krankenhausversorgung hat im Rahmen der Nacht der Technik wieder ihre Türen geöffnet, um Begeisterung für technologische Innovationen und die verschiedenen medizinischen Berufsbilder zu wecken. In diesem Jahr nahmen an der Veranstaltung in der Uniklinik Köln insgesamt 160 technikbegeisterte Gäste teil, die das Programm in vier koordinierten Gruppen von jeweils 40 Teilnehmenden durchliefen.
Der interaktive Rundgang startete für die Gruppen in der detailgetreuen Nachbildung einer Notaufnahme. Dort konnte der Einsatz eines Defibrillators – im internationalen Sprachraum auch als Heart-Starter bekannt – nicht nur theoretisch begutachtet, sondern direkt an Übungs-Dummys erprobt werden, um ein praktisches Gefühl für die Herzdruckmassage und die Beatmung zu bekommen. An der darauffolgenden Station tauchte das Publikum in das Fachgebiet der Anästhesie ein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uniklinik Köln demonstrierten dort anschaulich die genauen Abläufe einer Vollnarkose und erklärte die medizinischen Hintergründe einer Intubation. Insbesondere die jüngeren Gäste nutzten mit großem Interesse die Gelegenheit, selbst ein modernes Videolaryngoskop in die Hand zu nehmen und das Verfahren an Modellen auszuprobieren.
Weiter ging es in einem nachgebauten Operationssaal, in dem die Fachkräfte den strengen Aufbau und die essenzielle Aufteilung in sterile und unsterile Zonen vermittelten. Zudem lagen dort chirurgische Spezialwerkzeuge wie eine Thoraxsäge und eine Lupenbrille zum Anfassen und Ausprobieren bereit. Den Abschluss des Parcours bildete eine simulierte Intensivstation, auf der die Funktionsweisen von Beatmungsmaschinen, zentralen Venenkathetern sowie die Bedeutung der verschiedenen Kurven und Werte auf den Monitoren detailliert erläutert wurden. Auch hier stand das Mitmachen im Vordergrund, sodass die Interessierten an speziellen Übungs-Pads erfolgreich das Platzieren von Venenverweilkanülen trainieren konnten.


