08.07.2021
Personalia

Neuer Professor für Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie

Prof. Koenig berufen

Prof. Dr. Julian Koenig, Foto: Michael Wodak
Prof. Dr. Julian Koenig, Foto: Michael Wodak

Prof. Dr. Julian Koenig ist zum 1. Juli 2021 dem Ruf der Medizinischen Fakultät auf die W2-Professur für Biologische Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters an der Uniklinik Köln gefolgt. Der 1985 in Kassel geborene Prof. Koenig erforscht die neurowissenschaftlichen Grundlagen des Zusammenhangs zwischen der Aktivität des autonomen und zentralen Nervensystems im Kontext der Emotionswahrnehmung und -regulation.  Die Kombination psychophysiologischer und bildgebender Verfahren mit Fokus auf die Entwicklung im Kindes- und Jugendalter sowie Techniken der experimentellen, nicht-invasiven Neuromodulation bilden ein Alleinstellungsmerkmal seiner Arbeit. Er erklärt: „Ich freue mich, mein Wissen zukünftig insbesondere im Kölner Forschungsschwerpunkt Neuromodulation einbringen zu können. Hier will ich meinen Beitrag zu den Schwerpunkten multimodale funktionelle Bildgebung und nichtinvasive Neuromodulation leisten.“

Ein besonderes Interesse von Prof. Koenig ist der Einsatz von transkutaner Vagusnervstimulation (tVNS), die in Europa für die Behandlung der Epilepsie und bei Depression im Erwachsenenalter bereits erfolgreich eingesetzt wird. Er nutzt die Methode um Emotionserkennung und -regulation aktiv zu modulieren und neuronale Mechanismen der pathologischen Emotionsverarbeitung bei Kinder- und Jugendlichen mit therapierefraktären affektiven Störungen zu untersuchen. Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung arbeitet Prof. Koenig in Köln unter anderem an der Entwicklung eines Vagusnervstimulators für Kinder und Jugendliche mit Depressionen.

Nach seinem Studium in Heidelberg und nachfolgender Promotion war er als Post-Doktorand an der Ohio State University (Columbus, USA) tätig. Im Oktober 2015 wechselte er zurück an die Universität Heidelberg, wo er bis Juni 2021 als stellvertretender Leiter der Forschungssektion für Translationale Psychobiologie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitete. Seit Oktober 2017 war Koenig parallel als stellvertretender Leiter der Forschung an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, der Universitären Psychiatrischen Diensten (UPD) in Bern (Schweiz) tätig. Im Dezember 2018 übernahm der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftler die Leitung der Sektion für Experimentelle Kinder- und Jugendpsychiatrie in Heidelberg und habilitierte 2019  im Fach Experimentelle Kinder- und Jugendpsychiatrie.

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