31.08.2017
Ehrung

Prof. Cursiefen in Leopoldina gewählt

Die feierliche Urkundenübergabe (links Prof. Dr. Claus Cursiefen, rechts Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Leopoldina) Foto: Leopoldina, Halle
Die feierliche Urkundenübergabe (links Prof. Dr. Claus Cursiefen, rechts Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Leopoldina) Foto: Leopoldina, Halle

Prof. Dr. Claus Cursiefen, Direktor des Zentrums für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln, ist offiziell in die Leopoldina, die Nationale Akademie der Wissenschaften, gewählt worden. Der international renommierte Augenspezialist vertritt fortan seine Fachdisziplin in der ältesten Wissenschaftsakademie der Welt.  Der Augenheilkundler hat sich spezialisiert auf korneale Lymphangiogenese und zelluläre Immunität bei entzündlichen Augenerkrankungen, Hornhauttransplantation und Wiederherstellung der Augenoberfläche. 

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina ist die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft in Deutschland. Hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt gehören zu den Mitgliedern - unter ihnen eine Vielzahl von Nobelpreisträgern. Prof. Dr. Claus Cursiefen wird nun in diesen Kreis exzellenter Wissenschaftler aufgenommen.

Sein Medizinstudium absolvierte der gebürtige Rheinländer an den Universitäten in Regensburg, Würzburg, Dundee/St. Andrews und am King’s College in London. In seiner mit „summa cum laude“ abgeschlossenen Promotionsarbeit am Institut für Anatomie der Universität Würzburg (Prof. Dr. D. Drenckhahn) beschäftigte er sich mit einem gefäßbiologischen Thema. Zur Facharztausbildung wechselte Prof. Cursiefen dann an die Universitätsaugenklinik Erlangen.

Nach dem deutschen und europäischen Facharztexamen im Jahre 2001 ging Prof. Cursiefen mit einem DFG-Stipendium an das Schepens Eye Research Institute und an das Massachusetts Eye and Ear Infirmary der Harvard Medical School in Boston. Im Labor von  Prof. Dr. Wayne Streilein und Prof. Dr. Reza Dana beschäftigte er sich mit den Mechanismen der kornealen Häm- und Lymphangiogenese und deren transplantatimmunologischer Bedeutung. Daneben erfolgte im Massachusetts Eye and Ear Infirmary die klinische Weiterbildung im Bereich Hornhaut. Beiden Institutionen in Boston ist Prof. Cursiefen als „Adjunct Associate Scientist“ und Visiting Professor weiter verbunden Im Jahre 2003 habilitierte er in Erlangen zum Thema „Korneale Häm- und Lymphangiogenese“.

Nach seiner Rückkehr aus den USA im Jahr 2004 wurde der heute 48-Jährige Oberarzt an der Universitätsaugenklinik Erlangen. Er leitete die dortige Hornhautbank und spezialisierte sich klinisch operativ vor allem im Bereich Hornhautchirurgie, Kataraktchirurgie, Refraktivchirurgie sowie Glaukome. Als Teilprojektleiter im Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung Erlangen (IZKF) und in einem Sonderforschungsbereich beschäftigte sich seine Gruppe mit neuen anti(lymph)angiogenen Therapieansätzen zur Verbesserung des Transplantatüberlebens und zur Verhinderung der Tumormetastasierung. Seit 2011 ist Prof. Cursiefen Direktor der Klinik und Poliklinik für Allgemeine Augenheilkunde am Universitätsklinikum Köln und seit 2015 Sprecher der derzeit einzigen DFG Forschergruppe im Bereich Augenheilkunde (www.for2240.de).

Hintergrund:

Die Leopoldina bringt exzellente Wissenschaftler zusammen, die Politik und Gesellschaft in relevanten wissenschaftlichen Fragen beraten. Hierfür greift sie Themen auf und erarbeitet dazu, unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Interessen, wissenschaftsbasierte Expertisen. Die Leopoldina vertritt Deutschland in internationalen Akademiengremien und pflegt Kontakte zu nationalen wissenschaftlichen Akademien.

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