09.01.2017
Neurologie

Prof. Fink ist Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurologie

Kölner Professor leitet Fachgesellschaft

Prof. Dr. Gereon Fink
Prof. Dr. Gereon Fink, Foto: Uniklinik Köln

Ab Januar 2017 hat Prof. Dr. Gereon Fink, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Uniklinik Köln, das Amt des Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) für zwei Jahre übernommen. Die unabhängige medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft vertritt die Interessen von über 8.000 in Deutschland tätigen Neurologinnen und Neurologen.

Die Mitglieder der DGN wählten einen international ausgewiesenen Neurowissenschaftler und Neurologen zu ihrem ersten Repräsentanten: Prof. Fink, 52, ist Direktor der Neurologie der Uniklinik Köln, einer der größten deutschen Neurologien, und Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich. Über 50 Jahre nach Klaus-Joachim Zülch (†1988) wird damit wieder einem Kölner Neurologen die Ehre zuteil, Präsident der DGN zu sein.

„Die Neurologie ist eine Schlüsseldisziplin für unsere immer älter werdende Gesellschaft. Die Behandlung von Schlaganfällen, Demenzen, Hirntumoren, aber auch der Multiplen Sklerose oder der Epilepsien wird immer wichtiger.“, erklärt Prof. Fink.

„Hinzu kommt, dass sich die Neurologie zu einem hochspezialisierten medizinischen Fach entwickelt hat. Der Schlaganfall und seine Folgen sind heute genauso behandelbar, wie zum Beispiel die Multiple Sklerose ihren Schrecken für die Patienten und ihre Angehörigen verloren hat: eine Vielzahl effektiver Behandlungsmöglichkeiten steht zur Verfügung, vorausgesetzt die Patienten begeben sich rechtzeitig in Behandlung.“

Dabei bereiten zunehmende Patientenzahlen wie auch die zunehmende Komplexität des Faches durchaus auch Probleme im Versorgungsalltag. „Gleich, ob wir uns auf zerebrovaskuläre Erkrankungen spezialisieren oder uns um komplex kranke ältere Patienten kümmern, ob es um Rehabilitation geht, um Patienten mit neuroimmunologischen Erkrankungen oder mit Bewegungsstörungen, wie der Parkinson-Krankheit: Jeder Neurologe sollte auch weiterhin die gesamte Bandbreite unseres Faches einschließlich der peripheren Neurologie vertreten können, von der akuten Erkrankung bis hin zur Betreuung chronisch Kranker“, so Prof. Fink weiter. „Nur so lässt sich der steigende Bedarf an neurologischer Versorgung in Deutschland flächendeckend abdecken“. Der 52-Jährige will in seiner Amtszeit daher alles dafür tun, trotz der immer komplexer werdenden Versorgungsrealität die Einheit des Faches zu bewahren.

Darüber hinaus will sich Prof. Fink insbesondere für den Forschungsnachwuchs stark machen: „Exzellente Forschung findet nicht nur in den USA statt, sondern auch in Europa und hier insbesondere in Deutschland. Aber: wir dürfen nicht müde werden, Talente zu finden und zu inspirieren. Die Neurologie hat als therapeutisches Fach nur dann eine weiterhin prosperierende Zukunft, wenn die Neurowissenschaften an spannenden Themen arbeiten, frische Ideen hervorbringen und Innovationen für die Behandlung neurologischer Erkrankungen ermöglichen.“

Dementsprechend wolle er dazu beitragen, dass die DGN den gesamten Prozess von der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung im klinischen Alltag abbildet.

Weitere Infos unter:

www.dgn.org/46-startseite/3361-einheit-schlagkraft-unabhaengigkeit-prof-gereon-fink-ueber-die-aufgaben-der-dgn

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