Am Sonntag, den 01. August 2010 um 12:18 Uhr erfolgte die 3.500te Landung eines Hubschraubers auf dem
Hubschraubersonderlandeplatz der Uniklinik Köln. Es war der Christoph Rheinland (BK 117) vom Flughafen Köln/Bonn, der von der ADAC Luftrettung GmbH betrieben wird. Christoph Rheinland verlegte an diesem Sonntag einen Patienten aus der Uniklinik Köln in ein Krankenhaus nach Essen.
Am 26.09.1991 wurde der Hubschraubersonderlandeplatz der Uniklinik Köln in Betrieb genommen. Zuvor mussten alle Hubschrauber, welche die Uniklinik Köln anfliegen wollten, auf der Uni-Wiese gegenüber der Hauptmensa an der Zülpicher Straße landen. Dort wurde der Patient in einen Rettungswagen umgeladen und dann zur Uniklinik gebracht. Obwohl die Strecke zwischen Bettenhaus und der Uni-Wiese nur 1,3 km beträgt, war der Zeitverlust trotzdem so groß, dass man sich zu der Einrichtung eines eigenen Hubschrauber-landeplatzes entschloss. „Alle Starts und Landungen verliefen Gott sei dank bisher problemlos ab“, so Wilfried Breuer, Leiter der Feuerwehr der Uniklinik Köln. „Im Schnitt wird die Uniklinik Köln jeden zweiten Tag angeflogen, um einen Notfallpatienten hierhin zu bringen.“ Die 900 Quadratmeter große Fläche wird vor allem von den Rettungsfliegern aus dem Großraum Köln, aber auch von weiter her angeflogen, beispielsweise bei Organtransplantationen.
Im Jahr 2008 machte eine neue Richtlinie eine umfangreiche Sanierung der Landefläche nötig. Während des 1,3 Millionen Euro teuren Umbaus mussten die anfliegenden Hubschrauber wieder zwei Monate auf der Uni-Wiese landen. Am 28. Juli konnte der sanierte Hubschrauberlandeplatz wiedereröffnet werden. Notwendig wurde die Sanierung wegen einer neuen Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die Landefläche musste um 50 Zentimeter erhöht werden, um den vorgeschriebenen hindernisfreien Anflugwinkel für die Hubschrauber zu gewährleisten. Desweiteren wurde die Tragkraft beim Umbau von acht auf zehn Tonnen erhöht. Außerdem können die Schaumwerfer der Feuerwehr jetzt aus dem Gebäude heraus ferngesteuert werden. Zusätzlich wurde die Beleuchtung des Landeplatzes verbessert.
Wichtig für die Mediziner an der Uniklinik Köln ist die Nähe zwischen Landeplatz und OP. „Der eindeutige Vorteil unseres Dachlandeplatzes ist, dass wir schnell in dem direkt darunter liegenden Notfallbereich samt Schockraum und Operationssälen sind,“ betont Prof. Thomas Benzing, Direktor der Zentralen Notaufnahme.
„Der Transport von Schwerverletzten und Schwerkranken im Hubschrauber ist unerlässlicher Bestandteil der Notfallversorgung. Durch den Dachlandeplatz mit schnellster Verbindung zum direkt darunter liegenden Notfallbereich mit Schockraum und Operationssälen bietet die Uniklinik Köln Notfallversorgung auf höchstem Niveau“, so Edgar Schömig Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln.
Hinweis: Bei Bedarf können Fotos zur Verfügung gestellt werden.
Für Rückfragen:
Joachim Kaufhold
Dienstgruppenleiter Feuerwehr Uniklinik Köln
Telefon: 0221 478-5234
E-Mail: joachim.kaufhold@uk-koeln.de
Christoph Wanko
Pressesprecher Uniklinik Köln
Stabsabteilung Kommunikation
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de
04.08.2010
3.500te Landung
Hubschrauberlandeplatz der Uniklinik feiert kleines Jubiläum