Experten schätzen, dass in Deutschland zwischen 8 bis 16 Millionen Menschen unter chronischen Schmerzen leiden und teilweise Jahre auf eine Diagnose warten. Die häufigsten Ursachen sind Erkrankungen des Bewegungsapparates, die bei circa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung Rückenschmerzen verursachen. Die Uniklinik Köln möchte am „Aktionstag gegen den Schmerz“ auf die noch immer lückenhafte Versorgung von Schmerzpatienten aufmerksam machen. Daher beteiligt sie sich an einer bundesweiten Telefonaktion.
Die meisten ambulanten Patienten des Schmerzzentrums der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Uniklinik Köln leiden unter chronischen Schmerzsyndromen. „ Aber auch die Zahl der Patienten mit äußerst schmerzhaften Tumorerkrankungen nimmt zu. Diese Schmerzen lassen sich häufig gut einstellen“, erklärt Dr. James Blunk, Leiter des Schmerzzentrums. Für Betroffene und Angehörige in der Kölner Region bietet das Schmerzzentrum an diesem Tag zusätzlich eine eigene Telefonnummer für Fragen zu chronischen Schmerzen, Nervenschmerzen und Tumorschmerzen an.
„Aktionstag gegen den Schmerz“
Termin: Dienstag, 04. Juni 2013
Bundesweite Hotline: 0800 - 18 18 120 (9:00 bis 18:00 Uhr / kostenlos)
Uniklinik-Hotline: 0221 - 478 84801 (10:00 bis 13:00 Uhr / Festnetz)
„Wir beteiligen uns an dem Aktionstag, um über chronische Schmerzen zu informieren, aber auch um aufzuzeigen, dass die Situation von Schmerzpatienten in Deutschland leider noch nicht optimal ist“, so Dr. Blunk. Prof. Dr. Bernd Böttiger, Klinikdirektor der Anästhesiologie und Operativen Intensivmedizin, ergänzt: „Es gibt immer noch nicht genügend ausgebildete Schmerztherapeuten und auch die Zahl der Weiterbildungsstätten reicht nicht aus.“
Für Rückfragen:
Anja Schattschneider
Uniklinik Köln
Stabsabteilung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: presse@uk-koeln.de