Patienten mit schweren bis lebensbedrohlichen Krankheiten oder Verletzungen werden auf Intensivstationen behandelt. Hier ist die permanente Überwachung und damit eine maximale Sicherheit für den Patienten gewährleistet. Die Uniklinik Köln betreibt insgesamt neun Intensivstationen. Alle sind nun von der Stiftung Pflege als angehörigenfreundlich ausgezeichnet worden.

In der Regel sind Intensivstationen geschützte Bereiche, die Besucher nur unter bestimmten Voraussetzungen und zu einer bestimmten Zeit betreten dürfen. Die Patienten befinden sich meist in einem kritischen Zustand in einer für sie fremden Umgebung, werden von ihnen unbekannten Pflegekräften und Ärzten behandelt und gepflegt. Die Besuchszeiten für Angehörige sind normalerweise reglementiert, oft darf man die Patienten nur zwischen 15:00 und 18:00 Uhr besuchen.

„Dieser kurze, eingeschränkte Zeitraum lässt aber völlig außer Acht, dass Angehörige eine wichtige Ressource für die Patienten sind. Sie sind ihnen vertraut und bilden den Kontakt zu ihrem bisherigen Leben. Durch die emotionale Unterstützung und den Halt unterstützen sie den Heilungsprozess und können einen wesentlichen Beitrag zur Genesung leisten“, erklärt Vera Lux, Vorstandsmitglied und Pflegedirektorin der Uniklinik Köln.

Deswegen hat die Uniklinik Köln festgelegte Besuchszeiten auf den Intensivstationen abgeschafft: „Wir bitten die Besucher aber, ihre Besuche mit unseren Pflegeteams abzustimmen. Für den Fall, dass Ärzte oder Pflegekräfte die Patienten aktuell versorgen müssen, bitten wir die Angehörigen zu warten“, so Lux.

Wenn vertraute, enge Angehörige allerdings den Wunsch haben, sich an der Körperpflege der Patienten zu beteiligen, ist auch das möglich. „Außerdem hilft es den Patienten, wenn die Besucher private Dinge aus der häuslichen Umgebung mitbringen. Kuscheltiere und Kissen, Fotos oder Lieblingsmusik, können in lebensbedrohlichen Phasen Geborgenheit vermitteln und die Heilung fördern.“

Grundsätzlich möchte die Uniklinik Köln durch die angehörigenfreundlichen Intensivstationen die Unterstützung von Patienten durch ihre Angehörigen verbessern. „Unsere Intensivstationen sind keine Hochsicherheitstrakte. Transparenz gegenüber den Angehörigen und ein vertrautes Umfeld dienen den Intensivpatienten“, sagt Lux.

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Christoph Wanko
Pressesprecher Uniklinik Köln
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