Die deutsch-niederländische Euregio-Gen-Datenbank e.V. (EUGENDA) erhält Spenden im Wert von insgesamt 285.000 Euro. Der Verein ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Zentrums für Augenheilkunde der Uniklinik Köln und dem Radboud University Medical Center Nijmegen.
Aufgabe des im Jahr 2008 gegründeten Vereins ist die Ursachenforschung und die Entwicklung neuer Therapieansätze auf dem Gebiet der altersabhängigen Makuladegeneration. „Durch den gemeinsamen Verein wird die holländisch-deutsche Zusammenarbeit auf ein solides Fundament gestellt“, so Dr. Sascha Fauser, Oberarzt am Zentrum für Augenheilkunde an der Uniklinik Köln. AMD könne ab dem 50. Lebensjahr auftreten und sei in den Industrienationen die häufigste Ursache für den Verlust der zentralen Sehschärfe im höheren Alter, erklärt der Mediziner. Betroffen ist die Stelle der Netzhaut, die für das scharfe Sehen, die Fixation, und das Farbsehen verantwortlich ist. Bei fortschreitender Erkrankung sterben Netzhautzellen im Bereich der Makula ab. Nicht selten kommt es bei den Betroffenen zum Verlust der Lesefähigkeit und damit zu starken Einschränkungen von Selbstständigkeit und Lebensqualität.
Da die Risikofaktoren für diese Augenerkrankung eine große genetische Komponente haben, sammeln die Wissenschaftler in ihrer Datenbank umfangreiche Informationen zu Gesundheitszustand, Medikamenten-einnahmen, Lebensstil, klinische Daten und vor allem DNA-Proben von Probanden. Mit Hilfe der Spenden wollen die Wissenschaftler insgesamt 5.000 Personen ab 60 Jahren erfassen, deren Daten auswerten und so die genauen Ursachen der Erkrankung erforschen.
Im Rahmen eines Festaktes überreicht die RetinoVit Stiftung, vertreten durch Gründerin Renate Angermann, am 30. November einen Scheck über 280.000 Euro an den EUGENDA-Vorsitzenden Prof. Dr. Bernd Kirchhof. Auch die Sparkasse KölnBonn, vertreten durch Heribert Bastians, Vorstand a.D., übergibt den deutsch-niederländischen Wissenschaftlern 5.000 Euro für ihre Forschung. „Wir freuen uns sehr über die großzügige Unterstützung. Zusammen mit der ebenso großen finanziellen Beteiligung unserer nieder-ländischen Partner sind die Spenden das Startkapital für EUGENDA. Sie ermöglichen uns in Personal und Laborarbeit zu investieren und so die wichtige Ursachenforschung wirkungsvoll voranzutreiben“, so Prof. Bernd Kirchhof, Direktor der Netzhaut- und Glaskörperchirurgie der Uniklinik Köln.
Neben Vertretern der Uniklinik Köln und der Radboud Universität Nijmegen, nehmen mit Jannecke Schermers, Abgeordnete des Niederländischen Parlaments und Mitglied des Gesundheitsausschusses, und Christa Herrmann, Referatsleiterin im nordrhein-westfälischen Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, auch politische Vertreter beider Länder an der feierlichen Übergabe teil.
Für Rückfragen
Sina Vogt
Leiterin Stabsabteilung Kommunikation Uniklinik Köln
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27.11.2009
Gut sehen bis ins hohe Alter
Forschung zu altersbedingter Makuladegeneration gefördert