Ein Kontrollverlust, der oft mit großem Schamgefühl einhergeht: Harn- und Stuhlinkontinenz betrifft hierzulande laut Statistiken circa neun Millionen Menschen und damit etwa jeden neunten Deutschen. Anlässlich der weltweiten Kontinenz-Woche veranstaltet das Beckenbodenzentrum der Uniklinik Köln einen Informationsabend mit Vorträgen und einer Ausstellung zum Thema Inkontinenz. „Ziel der Veranstaltung ist es, das Thema Inkontinenz für alle Betroffenen zu veranschaulichen und damit die Hemmschwelle zum Gespräch abzubauen“, so PD Dr. Sebastian Wille, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie.

Informationsveranstaltung „Inkontinenz“
Termin: Mittwoch, 22. Juni 2011
Uhrzeit: 19.00 - 22.00 Uhr
Ort: Hörsaal 2 (LFI), Kerpener Str. 62, 50937 Köln

In der Uniklinik Köln lässt sich eine steigende Zahl von Patienten mit Kontinenz-Operationen helfen. So kann beispielsweise der Einsatz eines Blasenschrittmachers die Symptome bei ausgeprägter Drangssymptomatik deutlich reduzieren. Falls eine tablettenbasierte Therapie nicht erfolgreich ist, kann sich durch einen Blasenschrittmacher das Wasserlassen sogar wieder normalisieren und damit die Lebensqualität der Betroffenen wesentlich verbessern.

Ein neuartiges Operationsverfahren an den Bändern der Gebärmutter im Beckenboden schafft bei etwa 75 Prozent der weiblichen Patienten mit einer Dranginkontinenz eine dauerhafte Verbesserung. „Dies trifft vor allem bei Frauen zu, die eine Senkung des inneren Genitales haben. Die Betroffenen merken dies zuerst dadurch, dass es immer schwerer fällt, den Urin einzuhalten“, so Prof. Dr. Wolfram Jäger, Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, der ebenso wie PD Dr. Wille als Berater von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. bestellt ist.

Für Rückfragen:
PD Dr. Sebastian Wille
Klinik und Poliklinik für Urologie
Uniklinik Köln
Telefon: 0221 478-4860
E-Mail: sebastian.wille@uk-koeln.de

Anja Schattschneider
Stabsabteilung Kommunikation
Uniklinik Köln
Telefon: 0221 478-5548
E-Mail: pressestelle@uk-koeln.de