Dr. Mario Fabri ist vom Innovationsministerium Nordrhein-Westfalen für das Rückkehrerprogramm für junge Spitzenforscher ausgewählt worden. Mit der damit verbundenen Förderung wird er an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie (Direktor: Prof. Dr. Dr. Thomas Krieg) der Uniklinik Köln eine selbstständige Nachwuchsforschergruppe aufbauen.

Das Land stellt dem Mediziner ab dem Sommersemester 2011 über einen Zeitraum von fünf Jahren bis zu 1,25 Millionen Euro für seine Forschung zum Thema „Immunantworten der Haut“ zur Verfügung. Eine Fachjury wählte den 32-jährigen Nachwuchswissenschaftler aus insgesamt 45 Bewerbern für das „Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland“ aus. Dr. Mario Fabri absolvierte sein Medizinstudium und seine Promotion im Bereich der Immunologie in Köln mit Bestnote und forschte zuletzt fast drei Jahre in der Abteilung Dermatologie an der David Geffen School of Medicine der University of California in Los Angeles.

„Ich freue mich, meine Expertise und Ideen, die ich in den USA gesammelt habe, in meiner eigenen Gruppe in Köln umzusetzen. Es geht vor allem darum, medizinisch relevante Grundlagenforschung zu betreiben, um unser Verständnis für Erkrankungen der Haut zu verbessern“, so der Nachwuchswissenschaftler. Fabri hat sich bewusst für den Standort Köln entschieden: „Ich komme zurück an die Uniklinik Köln, weil mir die Dermatologie mit ihrer starken Forschung hier optimale Zukunftsperspektiven und sehr gute Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Forschungsbereichen bietet.“ Die neue Gruppe unter seiner Leitung wird sich mit dem Immunsystem der menschlichen Haut beschäftigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung der Funktion von Vitamin D in angeborenen und erworbenen Immunantworten. Anders als der Name vermuten lässt, ist Vitamin D ein Hormon, das in der Haut gebildet wird, wenn sie mit UV-Strahlen in Kontakt kommt. Immunantworten sind die Reaktionen des Immunsystems auf Organismen oder Substanzen, die als fremd erkannt werden. Bei der angeborenen Immunantwort werden fremde Reize über vererbte Mechanismen erkannt, während bei den erworbenen Form Rezeptoren verwendet werden, die individuell, in fast unbegrenzter Zahl neu gebildet werden. Basierend auf den Forschungsergebnissen zum Einfluss des Vitamin D-Stoffwechsels auf die Funktion von Immunzellen, erhofft sich der Wissenschaftler, neuartige Therapiekonzepte für infektiologische, auto-entzündliche und auto-immune Erkrankungen der Haut entwickeln zu können.

Für Rückfragen
Dr. Mario Fabri
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Venerologie
Uniklinik Köln
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Anja Schattschneider
Uniklinik Köln
Stabsabteilung Kommunikation
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