Das Bildungszentrum der Uniklinik Köln ist heute (07.06.2013) vom Deutschen Pflegerat e.V. mit dem IT-Innovationspreis für Bildungseinrichtungen im Gesundheitswesen geehrt worden. Der mit 10.000 Euro dotierte erste Preis ging an das Projekt „Entwicklung und Umsetzung eines interaktiven Web Based Trainings (WBT) zur Umsetzung des DNQP Expertenstandards Dekubitusprophylaxe in der Pflege“.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Prof. Dr. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln. „Nur wenn wir gute Weiterbildungsmöglichkeiten für unsere Mitarbeiter schaffen und lebenslanges Lernen fördern, können wir unsere hohe Behandlungsqualität beibehalten und die Patientensicherheit auch zukünftig gewährleisten.“
Bei der Dekubitusprophylaxe geht es darum, wie das Wundliegen bei Patienten vermieden werden kann. Um die Qualität der pflegerischen Versorgung auf diesem Gebiet zu sichern, gibt es einen deutschlandweiten Expertenstandard, der für alle Kranken- und Pflegeeinrichtungen gilt und auch rechtlich relevant ist. Alle Pflegekräfte müssen diesen Standard kennen, verstehen und anwenden. Eine flächendeckende Schulung in Präsenz-Seminaren ist in der Praxis jedoch nur schwer zu erreichen und erfordert einen großen organisatorischen Aufwand sowie die Freistellung der Teilnehmer von anderen täglichen Aufgaben.
Zusammen mit dem Wundmanagement hat das Bildungszentrum der Uniklinik Köln deshalb ein internetbasiertes, interaktives Lernprogramm für die Dekubitusprophylaxe entwickelt. „Für das Pflegemanagement ist dies ein wichtiger Meilenstein.
Mit solchen innovativen Lernmethoden und -instrumenten können wir den Wissenstransfer bei stetig steigendem Schulungsaufwand in der Pflege sicherstellen“, sagt Pflegedirektorin Vera Lux.
Mit dem sogenannten Web Based Training können sich alle Pflegekräfte unabhängig von Zeit und Ort in ihrem eigenen Lerntempo zu diesem Thema weiterbilden. Sie haben die Möglichkeit, den Lehrstoff jederzeit zu unterbrechen oder zu wiederholen. „Die Mitarbeiter können sich so ihre Zeit selbst einteilen. Darüber hinaus ist das Training praxisnah und vielseitig“, erklärt Lux. „Durch die verschiedenen Elemente Text, Animation, Bild und die vielen Übungen spricht es unterschiedliche Lerntypen an.“
Ein weiterer großer Vorteil dieser Lernmethode: Viele Mitarbeiter einer Station können in relativ kurzer Zeit den gleichen Wissenstand erlangen und ihr Wissen gemeinsam effizient umsetzen. Am Ende des Programms gilt es, die Fragen beim Abschlusstest richtig zu beantworten und sich ein praktisches Training auf der eigenen Station zu organisieren. Danach wird die durchschnittliche Lernzeit, in diesem Fall auf fünf Stunden festgelegt, auf dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben.
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